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Geschrieben von JoVi66 am 11.11.2005, 17:59 Uhrzurück

Re: Érst einmal danke,...

Hi, also erst einmal danke an alle, dass ihr mich nicht in der Luft zerrissen habt ( mit dieser Alternative habe ich natürlich auch gespielt, denn die Frage war schon provokant). Und dem Satz von solelo: ......„Ich denke allerdings, die ganzen RUB-Foren zusammengenommen, werden hier im "Aktuell"-Forum wahrscheinlich die meisten emanzipierten Frauen sein, es wundert mich nicht, wenn hier die meisten sagen, ihre Eltern haben studiert, gearbeitet und auch anderes Spielzeug gekriegt und so weiter“..... habe ich eigentlich auch schon immer so empfunden. Lese gel. Die andere Foren, aber meistens hab ich wenig Interesse für die anderen Themen.
Wenn man sich dass alles so durchliest was ihr schreibt und ich gehe davon aus dass es stimmt, dann seid ihr schon ( meiner Meinung nach) alle ziemlich emanzipiert. Aber ich denke auch dass das nicht der Regelfall ist.
Oder schon?
Außerdem wollte ich meinen Standpunkt etwas klarer machen um Wörter wie „Emmanze“ zu entkräften, denn es waren viele Frauen über die Jahrhunderte nötig, um uns unsere Emanzipation zu ermöglichen.
Ihr seid alle emanzipiert, hab ich eigentlich erwartet und versteht vielleicht den Standpunkt, den ich vertrete: Emanzipiert sein und sich seines Wertes als Frau ( ich hab schon mal geschrieben Frauen müssen nicht die besseren Männer sein sondern gute und selbstständige Menschen) bewusst sein. Leider wird ( ich sehe es hier in der ländlichen Gegend in der ich momentan lebe (erzkonservativ und erzkatholisch), dass die Omas, Mütter und auch ihre Mädchen ( die Jungen werden mit solchen Problemen nicht konfrontiert in dem Ausmaß ) hingedrillt werden auf „Typisch Heimchen am Herd“ und das regt mich extrem auf. Ich erlebe es am Spielplatz: Mutter zur Tochter: Mach dein hübsches Kleid nicht dreckig, wir gehen hernach noch zur Oma, Bruder ein Jahr älter suhlt sich wie ein Schwein im Matsch. Der darf dreckig zur Oma und wird wahrscheinlich noch gelobt weil er so „ männlich“ dreckig ist.
Bei den „CSUlern“ sind die Weiblein richtige Weiblein und ich stoss mich selbstverständlich an allen Enden und Ecken. Mir wurde auch schon nahegelegt ( von besonders „katholischen Exemplaren“) zur „Weiberpartei“ ( Grünen) zu wechseln, doch ich mische die alten Knacker gerne auf. Da ich in meinem Beruf immer die einzige Frau war musste ich mir dementsprechend harte Ellbogen zulegen und bin aber an der Männerfront letztendlich gescheitert, da bei gleicher Qualifikation und mehr Einsatz (von meiner Seite) das männliche Gegenüber die Stelle als O-Arzt bekam mit einer „gefakten“ Begründung. Grund war: Die „höhere Urologie „ muß eine Männerdomäne bleiben ( mein Chef war auch so ein alter Knacker mit Burschenschaft -Vergangenheit und Schmiss).
Aber egal, ich hab mir auch mein emanzipiertes ökologisches Nischchen gesucht und auch gefunden. Für meine Tochter wünsche ich mir nur, dass sie nicht in 20J. die selben Erfahrungen machen muß wie ich und hoffe, dass sie in einer noch mehr emanzipierten Welt leben darf.
Liebe Grüsse Johanna

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