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Geschrieben von fusel am 12.11.2005, 2:43 Uhrzurück

Emanzipation für alle

So.
Nachdem ich die 1,5 Glühweins abgebaut mal eine Meinung.
Also ehrlich gesagt ich finde diese Diskussion unnötig, zumindestens in Bezug auf die Kinder,- Mädchenerziehung. Für meine Familie war es immer Fakt: Dem Ingeniör ist nichts zu schwör (und viel Kohle verdienen sie auch). Gut, ich habe es gepackt, aber jetzt so als Fast-Alte-Kuh denke ich, das eine andere Art der Unterstützung vielleicht besser gewesen wäre. Ich habe schon ein kleines Kind gute Aufsätze und Geschichten geschrieben und meiner Mem vorgelesen. Hat sie zwar gelobt aber nie so richtig ernstgenommen. Mit Schreiben verdient man nichts. Kurz gesagt: Vielleicht wäre ich eine bessere Journalistin geworden. Ziemlich sicher sogar.
Aber die Idee Germanistik zu studieren kam mir NIE. Da hätte sich meine gesamte Familie kaputt gelacht und mir ist auch selbst nie der Gedanke gekommen. Jetzt ist der Zug abgefahren.
So, was will ich damit sagen?!
Es geht darum das in einem Kind zu fördern was in ihm steckt und nicht das was man von ihm erwartet oder sich erhofft. Das mag lieb gemeint sein, aber u.U. kann man damit auch das Leben seines Kindes sehr beeinträchtigen. Wenn ich eine Tochter hätte, die sehr mütterlich und häuslich ist: Ja, warum soll sie dann nicht Mutter+Hausfrau werden?! Es gibt Leute die sind nicht für die Karriere gemacht. Ich habe einige kennengelernt die waren laut Stellenbeschreibung gut. Aber ihnen fehlte das dicke Fell, die Menschenkenntnis, die Führungsnatur, der "Killerinstinkt" - aus so einem wird kein Chef. 95% aller Menschen haben diese Fähigkeiten nicht.
Würde ich meiner Tochter (hab keine aber mal trotzdem) einbleuen, sie müsse unbedingt studieren und arbeiten und hoch hinaus könnte sie u.U. mit 30-35 feststellen das sie nicht der Typ dafür ist. Tja, und dann sind fast alle potentielle Familienväter vergeben und sie kurz vor der Menopause vor lauter Berufsstress.
Blödes Beispiel ich weiß.
Aber einem Mädel mit oben bezeichneten Killerinstinkt kann man in berüschte Kleider stecken und politsch unkorrekte Märchen erzählen, die macht trotzdem ihren Weg.
Und ohne macht sie es eben nicht.
Meiner Meinung kommen Kinder sowieso fast fertig auf die Welt. Mein Sohn ist aktiv, eigensinnig, freundlich aber nicht zwangsläufig ein Gruppentier. Ich könnte aus ihm kein anpassungsfähiges Hascherl machen selbst wenn ich wollte.
Außerdem ist er schon überblöd war Autos angeht, das ist selbst für einen Jungen nicht normal. Und ich höre jetzt schon wieder: der wird bestimmt auch Ingenieur, so wie Mama, und Opa, und Onkel blablablub. Aber soll ich euch was sagen: Wenn er nur Automechaniker, pardon KFZ-Mechantroniker, wird und 6 Kinder hat, statt der überüberübernächste Chef von BMW zu werden ist es mir sch***egal. Solange er mit dem was er macht glücklich ist. Wäre er eine Tochter wäre es genauso.
...außer er würde Transvestit werden, dann müßte ich darauf bestehen beim Einkauf mitzukommen, weil ich habe dieses Trauma von diesen 1,95m Typ in pinken Hotpants....

LG

fusel

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