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Geschrieben von sterntaler am 23.08.2004, 10:14 Uhrzurück

einspruch

moin marit,

*Außerdem ist es ein Unterschied, ob jemand 700 Euro im Referendariat bekommt und davon Miete und alles andere zahlen muß etc. oder ob ein 16jähriger Lehrling, der noch zu Hause lebt dieses Geld praktisch als Taschengeld hat.*

sorry, aber da muß ich dir jedoch deutlich widersprechen,...

erstens gehe ich mal davon aus, dass eine person nicht bereits mit 16 jahren studieren geht,...das müßte demnach ein genie sein! ;o)

und bis es mal dazu kommt, mit abi und endlich einen studienplatz nach ermessen gefunden zu haben,....gehen auch einige jahre in die lande wo der oder diejenige auch bei mama oder papa rumhängen und zwar auf deren vollen kosten!

also sagen wir mal,..durchschnittlich wird mit 20 bis 22 jahren damit erst angefangen!

nun,...mit 20 bzw 22 ist der friseurlehrling dann vielleicht schon meister! ;o))
ist er es nicht,...so muß er auch mit sehr wenig lohn seinen kompletten lebensstand finanzieren! und ich bin mir sicher, dass 99% derer noch nach getaner schicht, "nachtschicht" einschieben, damit es bis zum monatsende ausreicht!

anderes beispiel,....

ich hatte eine kollegin, die ihre ausbildung als sozialpädagogische assistentin absolviert hatte. ihr war nicht möglich, mit ihrem gehalt alleine eine wohnung zu finanzieren. fazit,..sie MUSSTE bei ihren eltern wohnen bleiben, weil sie nicht den staat "prellen" wollte! (:o(

ich denke, dass einem bei "niederen" jobs egal, um wen es sich dabei dreht, niemandem einen zacken aus der krone fallen sollte. ich kenne auch studenten, die während ihrer ausbildung "wache" in einem altersheim geschoben haben und zusätzlich lernen konnten. zum einen für ihren job und zum anderen sehr viel "praktisches" fürs spätere leben,....zB lebenserfahrung und herzensbildung!

mein vater hat sich sogar in einem getränkevertrieb sein studium finanziert, indem er kisten geschleppt, kunden bedient und flaschen sortiert hatte.
einige meiner freunde, die heute dipl-ings sind, haben harte fließbandarbeiten getätigt,....die leben noch alle!;o))

klar ist anderer müll aufzusammeln nicht jedermanns ding,...aber warum es nicht ein angehender arbeitsloser doktor oder ein rechtsanwalt oder wer sonst noch sein darf,...sorry geht mir nicht in den kopf. es sind doch auch nur menschen, oder? ;o)

was mich an hartz IV massiv stört, ist die tatsache, dass z.B. der missbrauch in sozialen jobs sehr hoch gefährtet sein wird.
langzeitarbeitslose erzieher, krankenschwester, altenpfleger, etc werden in diese jobs für einen euro zwangseingeteilt, obwohl es sich um qualifizierte FACHKRÄFTE handelt. sie bekommen diesen job nicht als festanstellung mit gutem gehalt, sondern machen die gleiche fachliche arbeit für einen apfel und ein ei!!!!>:o(
das ist und bleibt nach meiner meinung eine total unsoziale handlungsweise, im klartext -AUSBEUTUNG- sonst nichts!

LG
sterntaler

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