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Geschrieben von Leena am 06.05.2011, 10:36 Uhrzurück

Re: Durchgefallen bei der Einschulungsuntersuchung: Stichtag Hessen????

...stimmt, sorry, mit dem Einschulungsstichtag hier in Hessen hatte ich irgendetwas verwechselt - ist wirklich der 30.06. Das neue Schuljahr beginnt dann zum 01.08.

Ansonsten vielen Dank für all die Antworten, und vielleicht noch mal zur Erläuterung:

Wir sind bei dem Kleinen, wie auch beim großen Bruder, automatisch erst mal davon ausgegangen, dass es grundsätzlich nichts bringt, vorzeitig einzuschulen. Der Kindergarten sprach uns dann bei dem Kleinen darauf an, ob wir ihn nicht vorzeitig einschulen lassen wollte, er wäre soweit, sie wären unbedingt dafür... Das war im Prinzip vor einem Jahr. Es folgten dann mehrere lange Gespräche mit den Erzieherinnen, die uns dann überzeugt haben, dass für IHN die Einschulung jetzt die richtige Entscheidung wäre. Dieses Jahr war er dann im Kindergarten auch in der Vorschul-Gruppe, war bei den Schnuppertagen in der Schule, die Leherinnen waren im Kindergarten, und bei allen Kontakten mit dem Kindergarten wurde uns immer bekräftigt, ja, der ist soweit, der muss in die Schule und der schafft es!

Eine Freundin von mir ist übrigens auch Schulleiterin, mit der hatten wir damals auch über die Empfehlung des Kindergartens und unsere Bedenken gesprochen, und sie kennt unseren Kleinen ja auch und meinte, grundsätzlich wäre sie ja auch kein großer Freund von der Einschulung von Kann-Kindern, aber bei ihm würde sie uns auch eindeutig dazu raten.

Er ist halt relativ klein (gut 1,10 m) und in einer neuen Situation erst einmal zurückhaltend, taut aber immer sehr schnell auf und ist wirklich geistig fit, saugt jede Information auf wie ein Schwamm, merkt sich dermaßen viel, dass es fast schon unheimlich ist, kann auch lange und konzentriert zuhören, Textverständnis ist super etc. pp. Malen, Stifthaltung etc. - findet er grundsätzlich unspannend und will es einfach meistens nur schnell fertig haben, Schönheit egal - aber wenn er sich Mühe gibt, weil er es aus einem besonderen Grund schön machen möchte, dann kann er das auch, da bin ich dann jedes Mal wirklich ganz baff.

Wenn mir so viele Leute, die ja auch nicht ganz unerfahren sind auf dem Gebiet, immer wieder sagen - ja, der ist soweit, für den ist das richtig, dann hat das für mich einfach einen gewissen Stellenwert, weil sie mich eben argumentativ überzeugt haben. Und wenn dann eine Schulärztin ankommt, ihn sich 10 Minuten anschaut (und die Ärztin sich nicht vorstellt, ausschließlich in Hauptsätzen spricht und deutlich macht, dass sie einfach nur genervt ist und Pause machen will) und dann erklärt, geistig wäre er fit, aber emotional nicht, und auf Nachfrage meinerseits erklärt, sie wäre überzeugt, er käme mit den Kindern in der Klasse nicht klar, obwohl er so lange der Jüngste in seiner Kindergartengruppe war oder auch in anderen Betreuungsgruppen, und da wirklich nie Probleme hatte - dann überzeugt mich diese Ärztin einfach nicht. Sie kennt ihn schließlich überhaupt nicht, und einfach nur die Aussage in den Raum zu stellen, der Kindergarten (der auch mit entsprechenden Dokumentationen etc. arbeitet) irre sich halt, total falsche Einschätzung des Kindergartens (wobei die das Kind immerhin seit 4,5 Jahren kennen), dann tue ich mich schwer damit, diese Aussage so zu übernehmen.

Im übrigen habe ich gestern Abend (zu meiner großen Verblüffung) noch festgestellt, dass er sehr wohl einigermaßen lesen kann:

Ich saß am Rechner und habe noch einen kurzen Übungstext für meinen 2. Nachwuchs (Ben) geschrieben, der letzten Sommer mit 7 Jahren eingeschult wurde und jetzt in der 1. Klasse ist. Kind 3 (Eli) stand hinter mir und sah mir aufmerksam über die Schulter, und da habe ich ihn denn gefragt, lies mal vor, was steht da? Er guckte mich groß an: Aber Mama, ich bin doch der Eli, nicht der Ben, ich kann doch noch gar nicht lesen! Ich grinse, er grinst - und erläutert: Ich darf das doch noch nicht können! Na ja, aber vielleicht kannst du's ja trotzdem schon ein bisschen? Er grinst, ganz schüchtern - grinst dann breiter und stellt sich vor den Rechner und liest mir fast den kompletten Text fehlerfrei vor. Muttern war komplett baff. Okay, mit "sch" und "ck" als einem Laut tut er sich noch schwer, aber insgesamt las er den komplett fremden Text (den ich auch nicht beim Schreiben vor mich hin gemurmelt hatte!) so problemlos vor...

Er ging halt davon aus, er darf das noch nicht können, schließlich heißt es ja auch überall, sowas soll man auf keinen Fall mit den Kindern üben etc. - aber er hat es einfach beim großen Bruder so nebenbei mitbekommen... ich weiß nicht, was ich davon halten so - oder davon, dass er nie einen Ton erwähnt hat, dass er das kann. :-(

Ansonsten hatten wir gestern Nachmittag ja noch mit dem Kindergarten gesprochen, die über das Urteil der Schulärztin komplett entsetzt waren, die wollen jetzt von sich aus auf die Schulleitung zugehen - und die Entscheidung liegt letztlich wohl bei der Schulleitung, im eigenen Ermessen.

Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht... Zumal der Kleine jetzt erst mal sehr geknickt ist, er hatte sich (nach großen anfänglichen Zweifeln) mittlerweile sehr auf die Schule gefreut, alle seine Freunde kommen jetzt in die Schule, und jetzt heißt es auf einmal, er darf doch nicht... :-(

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