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Geschrieben von JoVi66 am 01.04.2003, 13:52 Uhrzurück

"Donald, Dick und George im Irak"

Die Story von "Donald, Dick und George im Irak"
"...der Angriff auf den Irak ist ein taugliches Mittel um das Land zu demokratisieren." (5/2002). War sich damals eigentlich keiner bewusst, dass eine Demokratie einer materielle Basis bedarf und die "Entwicklung einer "lebensfähigen Mittelklasse" braucht, die im Irak einfach nicht vorhanden ist? Ein gewaltsamer Sturz Saddam Husseins würde deshalb zwangsläufig ein ähnlich diktatorisches Regime an die Macht bringen, da in diesem gebeutelten Land jegliche Voraussetzung dafür fehlt einen Staat a la Carte zu kreieren. Deshalb sahen Planungen der US-Regierung bereits Mitte letzten Jahres eine direkte US-Militärherrschaft im Irak vor ( "übergangsweise selbstverständlich"). Voraussetzung für derartige Pläne ist allerdings, dass sich der Irak-Krieg nicht zu einem militärischen und politischen Desaster entwickelt. Sollten sich die gefürchteten hohen Bodenverluste auf beiden Seiten bewahrheiten könnte das die Regierungen in Washington zu Schlimmeren verleiten Bereits Mitte 2002 wurde ein Einsatz von Atomwaffen nicht ausgeschlossen! Nur darüber "spricht man jetzt nicht mehr"; wäre schlechte Propaganda. Das weiß auch Donald.
Worauf zielen die USA ab? Die "geheimen ABC-Waffenarsenale und Giftgasanlagen" dienen lediglich als Augenwischerargumente um die empörte Öffentlichkeit gegen den Irak aufzubringen. In einem "Weltwoche" Interview (36/02) vom Oktober letzten Jahres sagte Scott Ritter (ehem. UN-Inspektor) "...dass selbst mit hochmodernsten CIA Geräten nicht der kleinste Hinweis auf ABC-Arsenale,..., gefunden wurde". Dies sei also das Deckmäntelchen, wohlpräpariert und für die Masse hübsch aufbereitet, denn wer stellt sich schon auf die Seite des " bösen Giftgas-Saddam". Aber was steckt denn wirklich dahinter? Die meisten Stimmen lauten natürlich dahingehend, dass es um Öl gehe. Ist ja auch einleuchtend. Die auf längere Sicht hin rückläufige Ölproduktion in den amerik. Südstaaten und die immense Abhängigkeit der ganzen "hochzivilisieren Industriewelt" sowohl in USA als auch in Europa steht und fällt mit Öl. Und da haben wir doch das eigentliche Dilemma: Wer hat denn noch flüssiges Gold? Wer sind denn die eigentlichen "Wiedersacher" (in der kleinbürgerlichen Kaufmannswirtschaft würde man das höflich als "Mitwettbewerber" bezeichnen) der Erstländer? Die Sauuuudiiis! Genau! Und natürlich : der Iraaaak!!! Also, was schnappen wir uns ? Den Iraaaak! ("Ist billiger zu haben" wispern die kleinen Stimmen George ins Ohr). Und so machen sich also Donald, Dick und Georg auf den Weg in den Irak, denn, so denken die Drei "der hat nicht soviel Gegenwehr". Wir graben also unser Brünnlein auf der Suche nach Wasser im Irak. Metzeln das totalitäre Regime schnell mal nieder und errichten ein USA-Protektorat (meint unser George). Ts, ts. "Ups, aber die vielen, vielen vielen Toten?" könnte einer fragen. Dem erzählen wir halt einfach wieder die Story vom " bösen Buben Saddam mit seinem bösen, bösen Spielzeug!" sagt Rumsfeld und Georg grinst: "Genauuuu!".
Aber was machen wir wenn´s nicht klappt....................? Das klappt schon. Und wenn wir gewonnen haben Teilen wir den Irak in drei Provinzen auf ruft Dick von hintern: In Normal, Super und Diesel! Ich will Diesel haben schreit Donald. Und wenn ihre Rechnung nicht aufgeht wandern unsere drei Helden einfach auf "der Achse des Bösen" weiter, denn dort "wohnen die Leute die für den bösen Saddam das Giftgas verstecken (sonst hätten es unsere Helden doch gefunden) und ausserdem 2004 Atomreaktoren in Betrieb nehmen" hat Colin gesagt.
Demnächst Teil 2: " Donald, Dick und George im Iran".

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