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Geschrieben von geli39 am 28.09.2005, 15:50 Uhrzurück

Re: Dignitas

Das ist sehr richtig. Natürlich kann der behandelnde Arzt "am Ende" z. B. ein erhöhte Dosis Morphin spritzen, um das Sterben zu beschleunigen. Als meine Mutter in das Koma gefallen war haben wir den für sie zuständigen Pflegedienst gerufen. Die Pflegerin hat ihr dann auch noch eine schmerzstillende Spritze gegeben. Dazu sagte sie: Wir wissen ja nicht, was sie jetzt noch fühlt, aber Schmerzen soll sie nicht haben müssen. So gesehen hat diese Spritze vielleicht dazu beigetragen, dass die Atmung (nur noch Reflex) vielleicht etwas schneller zum Stillstand kam. Dies ist für mich keine Sterbehilfe in dem Sinne, denn der Mensch ist schon dabei zu sterben. Dies würde ich also nicht als eine,wie z. B. von Dignitas betriebene Sterbehilfe, auffassen. Für mich bleibt das ein "natûrlicher" Tod. Ich denke auch wenn es ganz furchtbar ist, sowohl fûr den Betroffenen selbst, als auch fûr die Hinterbliebenen, so sollte sich jeder diesem Tod stellen. Das Leben beginnt mit der Geburt und hôrt mit dem Tod auf. Vielleicht sollte man manchmal den Dingen einfach ihren Lauf lassen. Wobei es für manche vielleicht wirklich besser ist, dass jemand ihr "Leben", wenn man es denn dann noch als ein solches bezeichnen kann, ein Ende setzt. Doch wie bereits erwähnt ist das Fällen eines Urteils über Leben und Tod eine gefährliche Gradwanderung.
LG
Angelina

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