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Geschrieben von geli39 am 28.09.2005, 14:36 Uhrzurück

Re: Dignitas

Meine Mutter ist vergangenes Jahr an Krebs gestorben. Sie hatte Knochenkrebs und überall Metastasen. Damals dachte ich auch, wenn man dem Ganzen doch bloß ein Ende setzen könnte. Meine Mutter ist gut betreut zu Hause gestorben. Ihre engste Familie und sogar zwei Ihrer Freundinen waren anwesend. Mir bleibt dies als erschreckend und gleichzeitig "schön" in Erinnerung. Der Tod war nicht furchtbar, sie musste nicht leiden, hatte keine Atemnot o. ä. sondern ist mit einem Mal in eine Art Koma gefallen und hat nur noch 1 - 2 Stunden weitergeatmet. Schmerzen hatte sie nicht, seitdem sie von einem spezialisierten Arzt behandelt wurde. Die Fortschritte in der Schmerztherapie sind wirklich enorm und kein Mensch muss mehr Schmerzen leiden. Hätte meine Mutter noch länger gelebt, so hätte sie auf eigenen Wunsch auch in ein Hospiz gewollt. Da aber der Krankheitsverlauf sehr rasch war, wurde sie letztendlich nur von einer für den Palativdienst arbeitenden Frau betreut. Auch diese Frau hat ihr und auch uns sehr geholfen und beigestanden. In allem habe ich diese Sterbebegleitung als unheimlich human empfunden und hoffe, dass auch ich eines Tages mit dem Gefühl geliebt zu werden und im Beisein meiner Lieben sterben darf.
LG
Angelina

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