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Geschrieben von tinai am 27.08.2004, 11:42 Uhrzurück

Die Aktionäre...

...also im ersten Absatz stimme ich Dir zu. Hinzu kommt ein enormer Verwaltungsaufwand auch wenn man nur "wenige" AN beschäftigt - nicht zuletzt durch die permanenten Änderungen in diesem Bereich - im letzten Jahr haben wir für unser Lohnprogramm aufgrund von Änderungen 5 Updates einspielen müssen! Wohlgemerkt, wegen rechtlicher/steuerlicher/SV-rechtlicher Änderungen nicht wegen technischer Neuerungen. Diese versteckten Lohnnebenkosten darf man nicht vergessen. Für die BG muss JEDER Arbeitsplatz beschrieben werden, wenn der AN seinen Bildschirm unergonomisch hinstellt, muss der AG ihn darüber aufklären und eine andere Anordnung veranlassen (da kommt man sich vor wie im Kindergarten! Aber das ist ein echter konkreter FAll) nicht umsonst heißt es, dass ein Arbeitsplatz noch einmal 105% Nebenkosten veranlasst - ich halte das für zu hoch, aber nur mit den 20-25% für SV sind die Nebenkosten bei weitem nicht gedeckt!

Zu den Aktionären: Ich finde es schon richtig, dass die in die Soziale Verantwortung genommen werden sollen (die Ausbeutung in Deutschland bestreite ich aber auch), Am liebsten die Freiberufler und Beamten auch gleich - wie in der Schweiz und da liegt bekanntlich das Kapital. Es kann doch nicht angehen, dass nur Erwerbstätige im Angestelltenverhältnis die vollständige soziale Last tragen müssen! Aus den Sozialkassen wurden immense Transferleistungen nach "Neufünfland" (huhu Schwoba-Papa) geleistet. Das hätte doch aus Steuermitteln sein müssen! Das geht uns alle an, nicht nur die 30 Mio Angestellten. Aus dieser SV windet sich doch raus, wer kann. Als Scheinselbständiger, Freiberufler usw. Das nehme ich auch niemandem übel, wenn ich sehe, was da jeden Monat reingeht bei immer sinkenden Leistungen. ABer das muss grundsätzlich geändert werden!

Und diese ewige Gewinnmaximierung ist in der Tat unsozial! Die Vorstände der großen Ags sichern vor allem ihre Besitzstände. Wo gibt es tatsächlich noch haftende Aktionäre? BMW - o.k. Hauptbesitz bei Familie Quandt. Ansonsten sind es gerade bei den Konzernen vorwiegend Banken, Versicherungen und Kleinaktionäre. Die Vorstände werden kein bisschen nach Unternehmenserfolg mehr entlohnt. Wo sind die, die das unternehmerische Risiko tragen wirklich? Nur in den Einzelunternehmen und den familienbetriebenen GmbHs und denen wird das Leben schwer gemacht, aber die können ja auch nur schwer abwandern, denen werden kaum Zugeständnisse gemacht - im Gegentel die Gewerbesteuern erhöht.

Gruß Tina, die das Wort "Shareholder-Value" zum Unwort des Jahres vorschlägt.

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