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Geschrieben von fusel am 01.09.2005, 12:11 Uhrzurück

Der Trittin

Komischerweise ist mein Beitrag von gestern abend nicht aufgetaucht. Vergessen "Senden" zu drücken?

Eins muß man Trittin ja lassen: Er ist ehrlich. Er sagt was er denkt.
Ich erinnere mich noch an eine Telefonat das ich am 11.09.2001 geführt habe. Ich berichtete den unwissenden, weil an einer Schulung befindlichen, Teilnehmer das der zweite Turm des WTC gerade am einstürzen wäre.
1. Kommentar: Uh, deshalb die vielen Polizeiautos (Münchner US-Botschaft)
2. Kommentar: Sind die Amis doch selbst dran Schuld.

Ja, "Die Schuld". An dem Abend hatte ich noch eine fruchtlose Diskussion über "Die Schuld" der Amerikaner die Weltpolitik so zu handhaben, um Terroristen auf den Plan zu rufen. Und "Die Schuld" der Menschen die sich blöderweise zum dem Zeitpunkt im WTC waren und sich lieber aus den Fenstern stürzten, als zu verbrennen oder mit den Türmen unterzugehen.
BTW: Es gab zum dem Thema ein lustiges Spiel im Internet in dem man den stürzenden Opfern Haltungsnoten vergeben konnte.

Tritt-ihn sagt doch letztendlich was die meisten denken, oder nicht? Ich habe mich z.B. sehr gewundert das hier im Forum die Reaktion auf die Stoiber-Rede grundlegend negativ war. Laut n-tv Umfrage fand ein Großteil der Zuschauer die Rede passend, ähnliches Bild im Focus-Forum. Nur das Spiegel-Online Forum zeigte sich ähnlich empört. Würde mich mal interessieren ob die "Empörten" in Politik und Gesellschaft nicht genauso dachten, aber sich nicht trauten das Mäulchen aufzumachen. Ein Großteil meines Bekanntenkreises denkt jedenfalls so -die Wessi-Mittelschicht eben.

Aber zurück zu Trittin - ich kann da, lieber Schwoba, auch nicht annäherend eine Gefühl von Mitleid oder Bedauern erkennen. Wer meint er müßte in Zeiten der humanitären, kulturellen und wirtschaftlichen Katastrophe noch Schuldzuweisungen verteilen ist meiner Meinung nach zwar ehrlich, aber nicht ganz richtig im Kopf.

Ich möchte mal wissen was für ein Aufjaulen es hier gegeben hätte, wenn Dresden 2002 in dem Maß abgesoffen wäre, wie es New Orleans gerade ist und irgendein dosenpfändlicher, ausländischer Minister hätte noch "Ätsch" dazugerufen, weil hier die Hochwasserschutzmaßnahmen unter, sorry, aller Sau sind.

Ich habe gerade im TV gesehen, das Schrödi den "amerikanischen Bürgern und Freunden" jede erdenkliche Hilfe zusagt. Klingt schon recht verlogen: Freunde. Ich denke nach dem schon Kommentar seines Umweltministers kann er sie sich dorthin schieben, wo die CDU nach einhelliger Meinung augenblicklich bei den Amerikanern befindet.

Würde ich jetzt mal so meinen.

LG

fusel

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