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Geschrieben von marit am 06.05.2005, 12:40 Uhrzurück

Re: Das wuerd mich auch interessieren..

Ein größeres Problem als die "Vo0rbildfunktionen" der Fernsehhelden (bei mir waren es auch nicht Eltern oder Lehrer, sondern "Helden" aus Büchern) sind die Auswirkungen auf die Konzentrationsfähigkeit. Und das gilt durchaus auch für Sendungen wie die Sesamstraße. Die Kinder werden permanent mit neuem Input gefüttert und müssen sich nicht mehr anstrengen, selbst einem längeren Erzählbogen zu folgen oder ihn aufzubauen. In der Sesamstraße wird z.B. ein Buchstabe eingeführt, aber nur ca 30 Sekunden- dann kommt schon wieder etwas neues. Und mit der Erwartungshaltung gehen die Kinder dann in die Schule und sollen plötzlich eine Dreiviertelstunde stillsitzen? Meiner Ansicht nach sind Kinder für dieses Medium erst reif, wenn sie "richtig", d.h. in vollständigen Sätzen über das reden können, was sie gerade sehen. D.H. z.B. auch, daß sie eine Sendung nacherzählen können sollten oder Fragen dazu beantworten können (z.B. warum ist Benjamin Blümchen wütend, und was wollte er dagegen unternehmen?). Die meisten Kinder können das erst im Vorschulalter, viele noch nicht einmal dann. Der Fernseher kann ein super Informations und Geschichten-Medium sein - aber erst dann, wenn man Geschichten verstehen und Informationen verarbeiten kann. Vorher kommt das bei uns nicht in Frage.Louise hat mit 4 zum ersten mal das Sandmännchen gesehen. Das war absolut früh genug.

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