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Geschrieben von fiammetta am 20.04.2011, 10:30 Uhrzurück

@DK-Ursel

Hi,

"Und es ist manchmal leichter, so wie Du gerade die Welt schwarz zu malen und dann zu sagen: Alle sind ja so schlecht, niemand hilft mir, ich armes Würstchen!" - Nein, ich male nicht schwarz und ich tue mir auch nicht mehr leid. Ich habe einfach akzeptiert, dass es keine Hilfe von außen gibt, Ende. Macht die Sache entscheieden leichter.

"Aber ich rede auch mit den Menschen darüber, nicht, um Mitleid zu erheischen, sondern um ihnen zu erklären, wieso ich gerade nicht so "funktionstüchtig" bin." - Ich bin Freiberuflerin, d.h. wenn ich erkläre, dass ich gestern noch wie ein Reiher gekotzt habe und deswegen heute geschwächt bin, dann rattert in allen Köpfen nur die Kalkulation, wie viel ich koste und dass ich jetzt nicht 100%, sondern nur 95% Leistung bringe, ich Pöse. Der Arbeitnehmer bringt halt dann gar keine Leistung und pflanzt sich für drei Tage ins Bett. Das begreift aber keiner.
Dasselbe im Privatleben: Wenn ich meinen sinnfreien Schwägerinnen erklärt habe, dass ich für ihre (! - nicht meine) Eltern im Moment zu fertiggearbeitet bin, dann war ich nicht belastbar etc.. Sie als dauergelangweilte Hausfrauen, aber noch weniger, denn die Arbeit ließ man mir dann liegen, weil ich ja irgendwann wieder doppekt und dreifach arbeiten konnte, während sie sich vom Ausruhen ausruhen mußten. Das Hoffen auf Verständnis funktioniert also nur dann, wenn das Gegenüber mit einem funktionstüchtigen Gehirn ausgestattet ist.

Nein, ich erwarte keine Hilfe mehr, die über ein gelegentliches Zuhören hinausgeht. Geld gibt mir keiner, außer meiner Mutter - bislang mußte ich nur für andere immer zahlen. Und ja, ich habe in meinem Leben mit Sicherheit mehr Menschen finanziell, durch Organisation, durch Taten und durch Zuhören geholfen als so mancher anderer. Dank und Anerkennung gibt es keinen, denn das würde demjenigen vor Augen führen, dass er von dem anderen bewußt profitiert hat und dann müßte er Respekt zeigen. Statt dessen soll jedermanns Seelchen gestreichelt werden, jeder will haben, aber die allerwenigsten geben. Du kriegst noch am ehesten etwas von Menschen, die selbst bereits Leid erfahren haben und von denen Du Hilfe nicht erwartest. Ein Ping-Pong-Prinzip der Hilfe gibt es jedenfalls nicht. Mutlos finde ich meine Gedankengänge auch nicht, nur sehr realistisch, zumindest nach meinen Erfahrungen. Wenn man das begriffen hat, hat hofft man auch nicht mehr auf etwas, das eh` nicht kommt und verschwendet damit nicht seine Energie unnötig.

Und nein, meine Rundumschläge kriegen die ab, die mich vorher nach Lust und Laune tyrannisiert haben, da bleibt kein Unschuldiger auf der Strecke, keine Sorge, soweit kann ich schon noch differenzieren.

LG

Fiammetta

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