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Geschrieben von fiammetta am 19.10.2005, 23:38 Uhrzurück

@Christine70 - Kälte im Schulhaus

Hi,

das ist ja nichts gegen das, was ich schon mitgemacht habe.

In dem Gymnasium, in dem ich sowohl die dortigen Schüler wie auch abends Erwachsene bis vorletzten Juli unterrichtete, wurden die Heizungen in dem schlecht isolierten 70er-Jahre-Betonbau erst morgens zu Unterrichtsbeginn aufgedreht (waren aber nicht im Klassenzimmer zu regulieren) und um 12.00 Uhr (!) wieder abgedreht... Wir hatten Unterricht in Daunenjacke, Schal, etc. Die anderen Lehrer waren mickrige Hosenscheißer, weil sie sich lieber zu Tode froren und dasselbe ihren Schülern zumuteten als sich mit dem Schulleiter anzulegen - könnte ja Einfluß auf die Karriere (welche eigentlich?) haben.
Abends waren die Räume so ausgekühlt, daß wir um 17.00 Uhr nur noch 14 Grad hatten. Nach jedem Kurs wird aber gelüftet und Ende war erst um 21.30... Ich brachte sogar einen eigenen Heizlüfter mit und meine Kursteilnehmer schnorrten mich um meine Kleidung an (!), sobald ich nur vorübergehend eine Schicht ablegte... Ich war so durchgefroren, daß ich mich weder in der Badewanne, noch im Joggingsanzug mit zwei Wärmflaschen im Bett wieder aufgeheizt habe. Natürlich war ich dann ordentlich dauerkrank.
Ich habe den Hausmeister x-mal um eine Veränderung der Heizzeiträume usw. gebeten - nichts zu machen, ausfällig wurde er auch noch. Der Rektor verschanzte sich hinter dem Träger, d.h. dem Landkreis. Meine Kursteilnehmer schrieben der Landrätin von dem Problem. Ernst genommen wurde es erst, als ich der Guten einen seitenlangen Brief (zwei folgten), der wie immer bei mir direkt und folglich nicht sehr diplomatisch, jedoch punktgenau das Problem analysierte, ihren Heizstatus damit verglich sowie den einer Reihe anderer Organisationen, den Hausmeister an den Pranger stellte (erzfaule Type, selbst schuld und obendrein kleiner Mann, d.h. ein wandelnder Komplex, den er durch Macht über die Heizung zu bekämpfen versuchte...) und so lange Terror machte, bis ich neue Unterrichtsräume in einem neuen Gebäude erhielt. Jetzt paßt`s.

Sollte mein Sohn etwas derartiges erleben, dann würde ich mich mit anderen Eltern solidarisieren und über die Presse so lange gepflegt unangenehm sein (Terror ist mitunter die einzig verständliche Sprache - manche wollen einfach den Holzhammer), bis sich so unzumutbare Verhältnisse ändern.

LG,

Fiammetta

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