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Geschrieben von Moneypenny77* am 09.03.2006, 13:23 Uhrzurück

Re: Bissige Hunde

Grundsätzlich kann ich aus jedem Hund ein aggressives Tier machen, wenn ich will und umgekehrt. Ich kann also einen lammfrommen Staffordshire haben und eine Bestie in Bernersennengestalt.

Kampfhunde werden direkt nach ihrer Geburt von ihrer Mutter und ihren Geschwistern isoliert, somit fehlt ihnen die "interne" soziale Erziehung. Aber auch, wenn ich diese Isolation mit einem Labrador durchführe und ihn "verrohen" lasse, kann ich aus dieser friedlichen Rasse eine Kampfmaschine machen.

Ein Staffordshire aus einer GUTEN Zucht und einen verhaltensunauffälligen Linie dürfte kein Problem darstellen. Allerdings sind sie aufgrund ihrer Physionomie und der ausgeprägteren Entwicklung ihres Gebisses "gefährlicher", weil sie im Ernstfall kräftiger sind und besser zubeißen können.

Anyway: ich bin gegen Maulkorbpflicht, Leinenzwang und ähnlichen Schnickes, der die Tiere erst aggressiv macht. Hunde sind LAUFtiere, wenn sie das nicht mehr können, ist eine artgerechte Haltung unmöglich! Wird ein Tier auffällig, sollten Hund und Halter eine Hundeschule aufsuchen müssen (ähnlich wie die Nachschulung beim Führerschein) und bis zur "ehrenhaften" Entlassung muß man sehen, ob Maulkorb und Leinenzwang erforderlich sind.

Hunde und Kinder sind ja nun so ein Thema. Beide gehören seit Jahrzehnten in unsere Gesellschaft und es gilt, daß BEIDE sich aufeinander einstellen. Wenn ich einen Hund habe, MUSS ich diesen im Umgang mit Kindern erziehen, selbst wenn ich keine habe. Sie sind "auf gleicher Höhe", da dürfen keine Kekse aus der Hand geschnappt und es darf nicht angesprungen werden. Andersherum müssen Kinder und AUCH MÜTTER lernen, wie man mit freilaufenden Hunden umgeht, nämlich: normal. Diese Panikmütter im Park, die ihre Kinder hochreißen und hysterisch rumbrüllen, wenn ein Hund rumläuft... Da kriege ich die Krise. Das macht den Kindern doch nur Angst und den Hunden auch.

Ich mag es einfach haben, weil ich mit Hunden aufgewachsen bin. Mein Sohn (fast 2) kennt den Umgang mit Hunden durch die Hündin meiner SchwieMa. Draußen läuft er jedem Hund mit offenen Armen entgegen, wenn diese freilaufen, lasse ich ihn auch, wenn sie an der Leine sind, fragen wie den Halter, ob das o.k. ist.

Bei uns im Park ist das oft so, wenn ich mit Kind um die Ecke komme, daß die Hundebesitzer gleich ihre Tiere zu sich rufen und anleinen, weil sie glauben ich gehe ihnen an die Kehle ;-) Meine Lieblingsgeschichte: wir treffen auf einen freilaufenden Schäferhund und mein Sohn gleich auf ihn zu. Der Halter kam schon sich entschuldigend mit Leine angerannt und rief, daß er nichts täte. Ich rief im entgegen: "Machen sie sich keinen Kopf. Mein Sohn beißt nicht und will auch nur spielen, wenn das in Ordnung für sie ist!". Der arme Mann konnte vor Lachen seinen Hund nicht mehr anleinen. :-)

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