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Geschrieben von Elisabeth mit Fumi & Temi am 13.05.2005, 13:58 Uhrzurück

Re: Bei Architekten von Schulen anrufen?

Ach, wir haben gerade einen neuen Brief an dem OB (Kopie an den Bezirk Oberbayern und das Innenministerium in Berlin) geschrieben und wollten einen Passus einbauen, der darauf hinweist, daß der Schulhof sowieso zu klein ist.

Der Hintergrund ist *tiefLufthol*, daß der Schulhof von Fumis Grundschule seit Anfang April nachmittags offen ist. In München gibt es ein Projekt "offener Schulhof", im Rahmen dessen Schulhöfe nachmittags als "Spielplätze" freigegeben werden. Grundsätzlich finden wir das gut, aber der Schulhof von Fumis Schule ist dafür nicht geeignet (wie das Schulreferat in einem eigenen Gutachten vor 2 Jahren selber festgestellt hat). Gründe:
1. Der Schulhof ist ein Innenhof und komplett von größeren Häusern eingerahmt, daher von außen nicht einsehbar.
2. Der Schulhof wird außer von der Grundschule auch noch vom Hort (100 Kinder), vom Kindergarten (75 Kinder) und von der Mittagsbetreuung (50 Kinder) genutzt, auch in den Ferien bis 17:00 Uhr.
3. Wir wohnen in einem "Problemstadtteil", an jedem Ende der kleinen Straße, in der die Schule ist, befindet sich eine Substitutionsapotheke, es wurden seit Beginn der Öffnung schon mehrere Joints und 5 Spritzen auf dem Schulhof gefunden.

Jetzt ist es so, daß die Stadt München behauptet, die Öffnung beruht auf Vorgaben des Bezirks Oberbayern, der einen Teil des Geländes, auf dem sich der Schulhof befindet, vor 30 Jahren mit zweckgebundenen Bundesmitteln von einem Privatmann gekauft und der Stadt München zur Verfügung überlassen hat. Der Bezik Oberbayern bestreitet, daß es diese Auflage gab. Die Unterlagen sind lt. Auskunft des städtischen Baureferates verbrannt (na, sowas), der Bezirk Oberbayern befindet sich derzeit auf der Suche im Archiv.

Wir haben über 500 Unterschriften gegen die Öffnung gesammelt, eine öffentliche Übergabe wurde von der Sozialbürgermeisterin in etwas pampigen Ton schriftlich abgelehnt.

Außerdem haben wir im Bezirksausschuß erfahren, daß im Neubaugebiet, das derzeit in der Nähe geplant wird, keine neue Schule vorgesehen ist, so daß die Kinder alle auf unsere Schule gehen müssen. Gleichzeitig soll der Hort geschlossen und die Schule in ein Tagesheim umgewandelt werden.

Der Schulhof ist - das wissen wir - eigentlich zu klein, aber weil die Schule über 100 Jahre alt ist, gibt es einen Bestandsschutz, der nach unseren Informationen aber nicht mehr gilt, wenn aus der Schule ein Tagesheim wird.

Ja, und dieses Schamott wollen wir mal wieder dem Bürgermeister, der Regierung von Oberbayern und dem zuständigen Bundesministerium mitteilen. Der Brief soll heute noch raus, weil dann die Pfingsferien anfangen und die Elternbeiräte von Schule, Hort, Kindergarten und Mittagsbetreuung nicht mehr gemeinsam unterschreiben können.

Wir haben jetzt beschlossen, auf den Passus mit der Schulhofgröße zunächst zu verzichten. Wir haben genug anderes Material. Das kommt dann in den nächsten Brief ;-). Bis dahin habe ich das sicher recherchiert. Ich habe jetzt mal schlicht und ergreifend das Baureferat angemailt *fg*.

Aber Danke für die Tips,
Elisabeth.

P.S. Und solche Sachen mache ich nebenbei, weil ich ja völlig überfordert und unfähig zur richtigen Erziehung meiner Kinder bin *wutschnaub*. Aber das gehört nicht hierher....

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