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Geschrieben von Benedikte am 19.11.2005, 1:19 Uhrzurück

Bedingungen für Elterngeld-Lohnersatzleistung statt Sozialleistung

Das neue Elterngeld ist ganz klar als Lohnersatzleistung ,als Entsprechung zu vorher erzieltem Einkommen konzipiert worden und ist nicht mehr wie früher eine an Bedürftigkeit geknüpfte Sozialleistung.

Das war im übrigen eine klare SPD- Idee ( zu meiner großen Verwunderung), aber eine, zu der die CDU sich sofort hat überreden lassen.

Hintergrund war, dass Demographieforscher mehrere große Probleme ausgemacht haben. Und dass eine- deswegen wundert es mich, dass die Idee von der SPD kam- war, dass Deutschland nicht nur zuwenig Kinder hat, nein, das große Problem ist, dass die falschen Leute Kinder kriegen.

"Downbreeding" nennt sich das vornehm englisch und bedeutet, dass die Bevölkerung völlig auf den Hund kommt, wenn vorwiegend die Doofis Kinder kriegen. Das spricht aber kaum einer so aus, hört sich rassistisch an, deswegen bleibt es beim downbreeden.DAs bedeutet, dass Kinder eben nicht von den AKademikerinnen oder sonst beruflich erfolgreichen FRauen geboren werden.Der Bildungsgrad der Mutter ist aber entscheidendes Indiz/ Indikator/ Korrelationsfaktor für den Lebenserfolg des Kindes- beruflich erfolgreiche FRAuen haben erfolgreiche Kinder. Und diese Kinder will der Staat haben, denn die werden später für die Gemeinschaft etwas leisten können.

Viele Kinder haben derzeit aber vor allem Zuwanderer mit niedrigem Bildungsniveau, beruflich erfolglose, sozial nicht integrierte Persönlichkeiten. Nicht dass die alle ihre Kinder verbrühen oder in Blumentöpfen vergraben oder von den Lebensgefährten der Mütter umbringen lassen- aber es ist Faktum, dass wer selber am unteren Rande der Gesellschaft steht, auch seine Kinder im Regelfall nicht zu erfolgreichen Menschen macht.Von daher war das Erziehungsgeld- das sowhl die Mutter von Timals auch die vom verbrühten KInd gekriegt hat- rausgeschmissenes Geld in vielen Fällen- und das soll korrigiert werden. Denn Kinder, die in solchen Verhältnissen groß werden, werden oft weiter auf den Staat angewiesen sein, ihn schwächen und nicht stärken.

Weiter will man die beruflich erfolgreichen FRauen auch schnell wieder in die ARbeit bringen, eben weil sie das nützen, Steuern zahlen, ihre ALtersvorsorge erwirtschaften etc.Und in einem qualifizierten Beruf kann frau eben auch nicht lange weg bleiben, sonst verliert sie den Anschluss. Deshalb Begrenzung der Freistellung bei reichhaltiger Lohnersatzleistung.1.800 € maximal, wenn das zwei Drittel sind, muss FRau 2.700 € netto haben und in Steuerklasse 1 ist das ganz ordentlich.

Und kein MAnn - oder FRau- wird gezungen, Elternzeit zu nehmen, MAn kann es auch lassen, wenn man so unersetzlich ist.Überhaupt kein Problem.MAn kriegt dann eben auch kein Erziehungsgeld, weil man nicht erzieht, aber das ist ja klar.

Mir hat die Duskussion unten klargemacht, wie sinnvoll die Regelung ist.Wenn ich lese, wieviele Frauen darauf pochen, dass ihre schlauen Männer unersetzlich sind und natürlich nicht mal zwei Monate zehn Stunden weniger arbeiten können, sie selber hingegen völlig unwichtig und sofort ersetzbar sind, dann graust es mir.Zumal es mich wundert, wenn dann vom fehlenden Geld gejammert wird- ich meine, wenn mein MAnn ein so großer unersetzbarer Held ist, dann wird er ja auch ein entsprechendes Gehalt verdienen. Ich finde das sehr merkwürdig, wenn ein solches unentbehrliches Arbeitstier ( kann ich mir bei erfolgreichen Rechtsanwälten, Medizinern,Vorstandsvorsitzenden, Unternehmern, Geschäftsführern etc. gut vorstellen) dann nicht genug Geld heim bringt.

Bei der Diskusson unten habe ich mich mehrfach gefragt, ob die Faruenerwerbstätigkeit in qualifizierten Berufen hier jedem bekannt und geläufig ist, echt.

Ich finde die Regelung auch gut, weil Arbeitgeber nun nicht mehr nur junge FRAuen auf Familiengründung abchecken werden, sondern auch Männer- das verbessert die Chancen für uns Frauen.Denn wieviele von uns sind um Einstellungschancen gekommen, weil man Kindersegen und langjährige Abwesenheiten befürchten musste- das wird nun zumindest ein Quentchen besser.

Und noch ein Döneken zum Abschluss: Ich selber bin Beamtin des höheren Dienstes- und meine Kolleginnen haben fast alle eine Zeit Elternzeit gemacht, das fand keiner unnormal und die Welt ging auch nicht unter.Unsere männlichen Kollgen - durch die BAnk unersetzlich, bei gkleicher Eingruppierung/ Tätigkeit etc. Und Herren Kollegen des gehobenen oder mittleren Dienstes- in der Hierarchie also ein weniger- haben mir auch schon erklärt, dass sie in "ihrer" Position ja nicht in Erziehungsurlaub könnten, dass jedoch für fRAuen ganz normal sei.

Sorry, nochmal ganz klar-die meisten Männer gehen aus ganz vielen Gründen nicht in Elternzeit. DAs mit dem Gehalt leuchtet mir ein, aber das wird ja durch die Lohnersatzleistung nun- wie gesagt bis 1800 €, das bedeutet voorher 2.700 netto- ziemlich abgemildert.Der wesentliche Grund liegt jedoch meiner Ansicht nach in einem überkommenen Hierarchieverständnis und darin, dass die meisten Männer sich schlichtweg für viel wichtiger halten als sie sind.Und es ist ja auch schwer, gebe ich zu, als mein MAnn mit der Elternzeit anfing, hatten wir auch oft Fragen wie: JA, kann der denn weg? Geht das denn? Und dann musste ich zugeben, einen entbehrlichen Mann zu haben, während sich viele FRAuen daran freuten, einen " unentbehrlichen " zu haben. DA ist auch viel Wettstreit unter den DAmen nach dem Motto, welche denn den wichtigsten MAnn habe . Wie gesagt, mag bei einigen sein- aber wenn dann rauskommt, dass das gute Stück keine 2000 € im MOnat anschleppt, dann habe ich da so meine Zweifel.

Kurzum- ich finde diese Regelung richtig und angebracht.Beifall.

Benedikte

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