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Geschrieben von marit am 13.08.2004, 12:53 Uhrzurück

Re: Antwort auf begrenzte Arbeitsplätze nochmal hier oben

Woher nimmst du denn die These, daß es nicht mehr genug Arbeit für alle gibt?
Besonders lächerlich ist in diesem Zusammenhang auch der häufig gehörte Vorwurf, Mütter, die arbeiten verstopfen den Arbeitsmarkt. Das Gegenteil ist richtig. Ein Arbeitsplatz, der besetzt ist, zieht anderen Arbeitsplatzbedarf nach sich.
Arbeit ist doch keine begrenzte Resource, so wie Erdöl. Nur ein Beispiel 2 Pärchen entscheiden sich für Kinder, beide leicht gehobenener Mittelstand. Pärchen 1 zugleich fürs Hausfrauenmodell. Damit zahlt Pärchen 1 nur einmal Krankenkassenbeitrag und Sozialabgaben. Es profitiert vom Ehegattensplitting und zahlt nur geringe Beiträge für den Kindergarten ab 3, trotzdem ist das Geld bei einem Einkommen natürlich knapp.
Pärchen 2 will nach dem Abstillen wieder zu zweit Vollzeit arbeiten. Sie profitieren nicht vom Ehegattensplitting und zahlen 2 hohe Rentenbeiträge sowie 2 mal Krankenkassenbeiträge. Ihre Kinder kommen recht früh in die Kita. Durch ihre recht hohen Beiträge finanzieren sie 1/4 einer Erzieherstelle. Außerdem sind sie beste Kunden der Hausarbeitsagentur "casa nova" die alle 2 Wochen jemanden zum gründlichen Durchputzen vorbeischickt. Ihre Anzüge und Kostüme, die sie für die Arbeit brauchen, bringen sie regelmäßig in die Reinigung und wenn ihnen die Arbeit über den Kopf wächst, geben sie auch mal einen Stoß Hemden und Blusen zum Bügeln ab. Pärchen 2 hat, wenn man diese ganzen Sachen abrechnet auch nicht mehr Geld zum Leben als Pärchen 1, hat aber im Laufe seines Lebens sicher 5 mal so viele Arbeitsplätze geschaffen, wie Pärchen 1.

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