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Geschrieben von suchepotentenmannfürsleben am 15.05.2011, 17:30 Uhrzurück

Re: Anonymisierte Kinder

Klar, jetzt ist das Kind zu klein, um sich für seine Herkunft zu interessieren.

Aber irgendwann wird der Tag kommen, und es ist bekannt, dass diese Herkunftslosigkeit viele Probleme birgt.
Man bedenke, im Gegensatz zu einer "normalen" Adoptionsfreigabe hat das Kind KEINERLEI Informationen über seine Wurzeln. Auch, wenn es den Namen der Adoptiveltern bekommt.

Demnach wäre dem Kind später schon auch geholfen.

Es ist statistisch belegt, dass nach Einführung der anonymen Geburt und der "Babyklappen" die Zahl der Kindstötungen nicht zurück ging.
Deshalb ist das Argument (Vermeidung von Kindstötungen) zwar ein wichtiger Punkt, aber nicht der einzig zu betrachtende.

Christine Swientek (zu diesem Thema bekannte Kriminologin, Pädagogin) hat dazu viele interessante Dinge geschrieben und beleuchtet die andere Seite von Findelkindern und deren Adoption.
So ganz schwarz und weiß ist das nämlich nicht.

Ich bin klarer Befürworter von anonymer Geburt und Babyklappen, denke aber, dass das Vorhandensein des Angebotes durchaus auch zu vorschnellen Entscheidungen und Mißbrauch führen kann. Man bedenke die Fälle des abgegebenen behinderten Kleinkindes (!!!)bzw. behinderter Babys in Babyklappen.

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