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Geschrieben von Kalogo am 08.01.2006, 11:23 Uhrzurück

Re: an alle hobbyjuristen (innen) ganz konkreter fall...

Hallo vallie,
also ich schreibe hier nur meine persönliche Meinung ... keine Rechtsberatung ;-)

"Fotokopie als Urkunde" ist ein beliebtes und schwieriges Thema im Strafrecht. So wie geschildert, könnte die Beifügung von fotokopierten, manipulierten Kontoauszügen das Gebrauchmachen einer Falschurkunde sein.
Letztlich mußt Du das aber nicht so genau wissen und ja auch nicht entscheiden. Anzeigen wegen Betrugs und Urkundenfälschung kannst Du die Madame auf alle Fälle; würde ich direkt bei der Staatsanwaltschaft machen. Auf das Ende des Zivilprozesses mußt Du dabei nicht warten. Möglicherweise wird das Zivilgericht dann bis zum Abschluß des Ermittlungsverfahrens den Rechtsstreit aussetzen (was sinnvoll wäre). Zivilrichter sind da sehr empfindlich, wenn sie jemand hereinlegen will...

Ob Du Dich mit Deiner Klage lächerlich machst ?
Ich finde nicht. Nach Abschaffung des Faustrechts ist das nunmal der einzige Weg, an sein Geld zu kommen. In einer vergleichbaren Situation fragen sich zwar die meisten, ob der Betrag den Aufwand - finanziell, zeitlich und emotional - lohnt, aber das muß jeder für sich wissen. Sicher bauen die meisten "Kleinbetrüger" darauf, daß der Geschädigte wegen eines kleineren Betrages die Rechtsmaschinerie schon nicht in Anspruch nehmen wird; ich persönlich finde es in Ordnung, durch diese Rechnung einen Strich zu machen.

Zur Anzeige noch : Die Dame schreckt offenbar vor nichts zurück, daher solltest Du Dich dann auf eine Gegenanzeige wegen falscher Verdächtigung einrichten. Dann aber keine Panik : Anzeigen kann man alles und jeden, aber die Staatsanwaltschaften sind i.d.R. nicht ganz blöd ;-)

Gruß Julia

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