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Geschrieben von mamaselio am 03.10.2005, 16:17 Uhrzurück

an Schwoba wegen Schlaege

Huhu,

hab den Austausch zu schlagenden Muettern (deine Meinung war mir zum Teil schon aus anderen Diskussionen bekannt) gelesen.
Ich verstehe schon was du meinst und ich bin mir sicher, dass du keine besondere Sympathie fuer Eltern hast, die ihre Kinder schlagen, ABER du wirst nicht konkret. Du schwafelst (sorry, machst du sonst nicht) etwas von Gesellschaft und was man alles tun muss, damit es bald nur noch gute Menschen gibt. Das ist alles schoen und gut und richtig, aber leider voellig weltfremd.Aber vorallem frage ich dich, was tun, solange dein Utopia nicht verwirklicht ist? Was ist mit den Kindern solange Mutter weiterhin gestresst und offensichtlich falsche Vorstellungen vom Eltern Dasein hat? Was tun mit der Kleinen, die eine geknallt kriegt, hinfaellt und mit dem Kopf aufschlaegt....Natuerlich braucht eine solche Mutter konkrete Hilfe, aber das Kind doch auch. Wenn es "nur" Affekt war, dann erzaehle ich dir mal schnell eine Geschichte, die hier in Italien passiert ist...erst kuerzlich. Da hat eine junge huebsche Stewardess Mutter nach ihrer Kleinen 22 Mo alten Tochter einen hochhackigen Schuh geworfen...im Affekt...und nu? Das Kind ist tot....wollte sie gar nicht (glaub ich sogar). Ich will damit sagen, dass man bei so viel Gewalt einschreiten MUSS. Man muss vorallem etwas sagen. Es geht nicht, dass eine Mutter ihr Kind vor aller Augen ins Gesicht schlaegt und wir nichts sagen, weil uns
a)die Erziehung anderer Kinder nichts angeht
b)es vielleicht ja nur Affekt war
c)eigentlich ja die Gesellschaft schuld ist und und und
Man muss im Fall von Angelina ganz energisch eingreifen. Ob mit Polizei weiss ich nicht, aber sicher muss man einschreiten. Man muss die Mutter nicht beleidigen, aber man muss sie auf ihr Fehlverhalten aufmerksam machen und wenn nur zum Wohl des Kindes, das-so es alt genug ist-zumindest merkt, dass die Mutter falsch handelt.
Ich werde niemals weggucken, wenn ein Kind geschlagen wird. Ich kann Gewalt in Familien auch damit nicht verhindern, aber vielleicht macht man durch Protest doch die ein oder anderen Eltern nachdenklich. Es geht hier uberhaupt nicht um erhobene Zeigefinger, mein Gott wer weiss was ich alles falsch mache, aber man sollte bei allem Verstaendnis fuer gebeutelte Eltern doch das Kind nicht vergessen...
Erwachsene koennen und muessen sich selbst helfen, Kinder koennen das nicht, die brauchen "helfende Zeugen" (kommt nicht von mir der Ausdruck, ist von Alice Miller, deren Buecher ich dir und ueberhaupt allen Eltern waermstens ans Herz lege).
Fuer jeden Mist muss man eine Pruefung machen, Eltern werden kann jeder der zeugungsfaehig ist. Das ist wohl das eigentliche Problem...
LG
Christiane

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