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Geschrieben von Moneypenny77* am 12.07.2004, 14:35 Uhrzurück

Re: @AlinaMama

Du, AlinaMama, hast meine "Verzichtserlärung" doch völlig aus dem Zusammenhang gerissen:

"Ich persönlich (!) könnte gut und gern auf das Kindergeld (vielleicht, um dafür mal mehr Geld für KiTas und KiGas zur Verfügung zu haben) und die Familienversicherung (oh, was würde deren Abschaffung unserem maroden Gesundheitssystem bringen) verzichten, deren einkommensabhängige Deckelung, würde schon einiges bringen. Für entbehrbar halte ich z.B. auch die Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und Eigenheimzulage."

Das war mein Statement, das m.E. durchaus beinhaltete, daß diese Gelder auch für "vernünftige" zwecke verwendet werden sollen.

Über die Steuerverschwendung brauchen wir nicht zu reden. Über den Bericht des "Bund deutscher Steuerzahler" regt sich wohl jeder nicht zu knapp auf und auch zu recht.

Aber was ist falsch daran, wenn bestimmte Einkommensklassen kein Kindergeld mehr bekommen? Mein/unser Lebensglück hängt nicht an 150 €, die wir eh komplett für den Sparplan unseres Sohnes einsetzen. Damit will ich nicht angeben, sondern einfach nur dokumentieren, daß die einkommensunabhängige Zahlung des Kindergeldes nicht ausschlaggebend dafür ist, ob man Kinder will oder nicht. Frauen, und gerade Akademikerinnen, scheuen sich heute aus ganz anderen und auch oft berechtigten Gründen, für Kinder, zumindest über einen gewissen Zeitraum, aus dem Beruf ausscheiden zu müssen. Ich könnte jedenfalls sehr gut damit leben, wenn wir kein Kindergeld mehr bekämen, ich aber wüßte, daß für alleinerziehende Mütter und Mütter die allein schon aus wirtschaftlichen Gründen arbeiten gehen müssen, eine vernünftige und nicht sündhaft teure Kinderbetreuung sichergestellt wäre.

Und zum Thema Eigenheimzulage und Wohnungsbauprämie kann ich nur Marit zustimmen: wer vermögend genug ist, um Immobilien zu erwerben, wird auch auf die Förderung verzichten können und wer das nicht kann, wird wohl auch in einer Mietwohnung überleben (ich lebe jetzt seit 27 Jahren in Mietwohnung und muß sagen, daß sich die negativen Auswirkungen auf mich in Grenzen halten).

Ich finde, ich kann nicht erwarten, daß ich, wenn ich "vermögend" bin, auch noch gefördert und subventioniert werde, da es immer noch Menschen gibt, die das Geld weitaus dringender brauchen. Nicht einsehen kann ich aber, daß ich dafür, daß ich "vermögend" bin durch horrende Steuerzahlungen ständig bestraft werde.

Was bitte soll uns eigentlich noch überzeugen, unser Geld zu sparen? Wir legen jeden Monat eine ganze Menge Geld zur Seite... für's Alter. Toll, wenn es dann soweit ist, zahle ich auf meine Erträge erstmal kräftig Steuern... Da mache ich's doch einfach so wie fast alle anderen aus unserer Generation: ich verprasse die Kohle für Klamotten, Autos, Technik und Urlaube und wenn ich im Alter nix hab, gehe ich zum Sozialamt, nur: was wenn der Staat dann auch pleite ist, eben weil alle die Rechnung ohne den Wirt gemacht haben???

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