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Geschrieben von fiammetta am 12.07.2004, 13:06 Uhrzurück

@AlinaMama

Hi,

ich kann mich Marit nur anschließen.

Selbstverständlich nehme ich auch das Kindergeld etc. Wieso sollte ich als Einzige darauf verzichten. Aber: Ich bin mir im Klaren darüber, daß dies eine freiwillige Leistung des Staates ist, die wiederum durch andere (mit)finanziert wird.

Fehlplanungen, Korruption etc. finde ich auch nicht prickelnd. Wenn der Staßenbau geklappt hat, dann wird dies als selbstverständlich hingenommen. Nur das Negative sticht also ins Auge. Allerdings fehlt mir bei dieser Argumentation der Zusammenhang. Was, bitte, hat das eine (Subventionen von Privatleuten - Politikergehälter etc.) mit dem anderen zu tun? Abgesehen davon, in unserem Staate hat jeder die Möglichkeit in die Politik zu gehen, so auch Du. Wenn ich mir aber den Cousin meines Mannes betrachte, der Stadt- und Kreisrat ist und dafür mehr Zeit aufwendet als er vergütet bekommt, zusätzlich auf allen Hochzeiten tanzen muß, auch am Sonntag morgen von potentiellen Wählern angerufen und wegen jedem Blödsinn zugenölt wird, insgesamt daueransprechbar ist ohne es selbst immer zu wollen, dann pfeife ich auf die auch nur kleine Politikerkarriere, die Verzicht auf Privatleben und arbeitsfreie Zeit erzwingt. Aber, wie gesagt, vielleicht ist`s ja `was für Dich.
Abschließend noch etwas zum "kleinen Mann (von der Straße)" - mich nervt dieses mitleidheischende Gejammere und Zuhilfenahme dieser Stereotypen, die Selbstmitleid und permanente Anspruchshaltung beinhalten, tödlich. "Otto Normalverbraucher" ist genauso gräßlich. Oder ist es vielleicht ein Argument, daß z.B. ich z.B. Dir (oder umgekehrt) Eigentum mitfinanzieren soll, von dem ich selbst nichts habe, außer der immer wieder vorzufindenden dümmlichen Verachtung von Hausbesitzern für Mieter? In unserer Gegend grüßt der gemeine Hauseigentümer Mieter zumeist nicht. Gut, ist kein echtes Argument gegen die Eigenheimzulage, aber trotzdem bezeichnend.
Wenn Deine Argumentation auf das Recht (!) auf die Eigenheimzulage etc. hinausläuft - gehst Du dann auch zu Armani und forderst dort Dein Recht auf ein subventioniertes Kleid, schließlich hat der`s ja, kann also `was abgeben und Dir gefällt`s? Nee, nee, nee, aber wenn sich an der Denkweise nichts ändert, kann`s nicht besser werden. Aber der auch nur partielle Verlust der Bequemlichkeit ist für das deutsche Raff- und Anspruchsdenken zu viel.

LG,

Fiammetta

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