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Geschrieben von marit am 06.06.2005, 13:10 Uhrzurück

Re: Abschaffung der privaten Krankenkassen..

Ich bin auch privat versichert - aber noch nicht sehr lange - und ich "muß" auch demnächst wieder zurück in die Gesetzliche (und hoffe, daß das dann klappt). Ich finde ehrlich gesagt nicht, daß die private viele Vorteile hat. Sie ist zwar insgesamt günstiger, als die gesetzliche, aber dur was den Gesamtbeitrag angeht. Mein eigener Beitrag hat sich im Vergleich zur gesetzlichen massiv erhöht - und DAS ist es doch eigentlich, worauf es dem Einzelnen ankommt, oder nicht? Dadurch, daß meine Arbeitgeber (bin Beamte auf Zeit) nicht die Hälfte meines gesetzlichen Beitrages zahlen würde, bin ich gezwungen, in die private zu gehen - obwohl mein Eigentbeitrag dort viel höher ist, als vorher mein Anteil an der gesetzlichen Krankenversicherung.Und obwohl ich Louise und meinen Mann extra versichern mußte (waren zuvor familienversichert). Dazu kommt dann auch noch die Kostendämpfungspauschale. Erst Kosten über 300 Euro kann ich mir von der Beihilfe zurückholen (meist kommen wir nicht darüber, d.h. trotz der hohen Beiträge darf ich 50 % meiner Kosten und 70% der Kosten meines Mannes selbst zahlen.
Zudem muß ich immer in Vorkasse treten. Es ist daher schon oft vorgekommen, daß ich mein Asthmamedikament gegen Ende des Monats nicht holen konnte, weil ich die 180 Euro nicht mehr flüssig hatte- ich mußte mich dann ein paar Tage ohne durchschleppen. Außerdem bekam ich als gesetzliche ohne Probleme immer mein Rezept und wurde nur einmal im Jahr ordentlich durchgecheckt, was völlig ausreichend war. Jetzt weigert sich meine Ärztin plötzlich, Nachfolgerezepte auszustellen und will mich andauernd untersuchen und alle möglichen Tests machen - das ist durchaus nicht nur ein Vorteil, kann ich euch sagen. Kürzlich habe ich nach dem Einlösen mein Rezept verschlampt - das Geld ist natürlich futsch, ich hab nun keinen Beleg mehr, um es zurückzuerstattet. Zudem ist das jedesmal ein Riesenaufwand, das Geld von 2 verschiednen Stellen zu jeweils unterschiedlichen Prozentzahlen einzutreiben. Auf Zweibettzimmer im Krankenhaus lege ich überhaupt keinen Wert (ob nun 2 oder 3 ist mir wurscht), vor allem versuchen die Ärzte permanent, einem Zusatzleistungen aufzuschwatzen, von denen sie behaupten, die private würde das immer ohne Probleme zahlen - wenn sie das doch nicht tut, heucheln sie Verwunderung und man bleibt darauf sitzen... also ich bin heilfroh, wenn ich wieder in der gesetzlichen bin und mir um diesen ganzen Kram keinen Kopf mehr machen muß.

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