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Geschrieben von marit am 14.01.2004, 10:25 Uhrzurück

AAAAAber.

was wäre die Folge daraus?
Dürfen nur noch Betriebswirte den Job von Herrn Eichel machen, nur noch Pädagogen in die Ministerien für Erziehung, nur noch Agrarwissenschaftler sich um Landwirtschaftsubventionen kümmern? Wenn wir für alles nur "Experten" ranlassen, haben wir sowas wie eine Expertokratie, keine Demokratie mehr, Und letztlich wird dann wohl auch nur Lobbyarbeit gemacht. Jemand der sich von "ganz unten" auf dem zweiten Bildungsweg nach oben arbeitet, hat sicher auch Qualitäten, die jemand, dessen sehr gute Ausbildung von Anfang an Elternfinanziert war und für den etwas anderes als Gymnasium und Studium nie infrage kam.

Besser fände ich, wenn zu jedem Problem, das sich ergibt ein Expertengremium gebildet würde (gerne auch 2 konkurrierende, die zusammen Lösungsvorschläge ausarbeiten und dies dann an die Öffentlichkeit tragen. Aber zum Teil wird das ja auch schon so gemacht, m.E. aber eben zu parteienzentriert. Ich halte eigentlich das Parteienmodell für etwas überholt, zumal man sich auf die ursprünglichen Profile der Parteien ohnehin nicht mehr verlassen kann.

Zum Thema Studiengebühren ja oder nein könnte sich doch prima ein Arbeitskreis aus Studierenden, Professoren und Dozenten, Absolventen (sowohl erfolgreiche als auch weniger erfolgreiche), uniunabhängigen Forschern und Versicherungsfachleuten zusammensetzen, die ein Modell ausarbeiten, das allen nützt. Als Grundlage für eine solche Bemühung müßte aber vorab klargestellt werden, daß z.B. die Länder ihre Beteiligung an den Unis nicht aufgrund etwaiger Gebühren (wieviel und nach welchem Modell auch immer) zurückfahren dürfen. Ich bin mir sicher, daß man auf diese Weise zu einem Vorschlag käme, der zumindest sinnvoller wäre, als alles was derzeit stattfindet... Die Politiker wären dann sozusagen nur die Organisatoren und Vermittler solcher Arbeitskreise und müßten sicherstellen (oder können bei konkurrierenden Modellen für ein Modell eintreten). Das wäre eine Mischform aus Expertokratie und Demokratie, die ich akzeptieren könnte - und ehrlicher als die Lobbyarbeit, die derzeit stattfindet.

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