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Geschrieben von Moneypenny77* am 10.07.2004, 12:50 Uhrzurück

Re: 50 Stunden Woche und eine Woche weniger Urlaub

Die 50 Stunden Woche ist doch völlig utopisch... Da würde unsere lieben Gewerkschafter doch reihenweise kollabieren.

40 Stunden, 2 Tage weniger Urlaub und einen Feiertag (von denen 99 % der Deutschen doch eh nicht wissen, warum sie gefeiert werden) sind meiner Meinung nach absolut vertretbar.

Also ich kenne viele, die gern eine 40 Stunden Woche ohne Lohnausgleich hätten... Mein Mann zum Beispiel (Geschäftsführer, der jede Woche 60 Stunden keult, damit 15 Leute ihren Job nicht verlieren), meine Schwägerin (Arzthelferin, die sich von 7 - 19 Uhr mit einer Std. Pause von den Leuten wegen lächerlicher 10 € Praxisgebühr anmachen lassen muß, als wenn sie die für sich einstecken würde...) ein Bekannter (Gyn im KH, mit 24-Stunde-Diensten und das für ein paar Kröten) oder ein Freund von uns (Hausarzt und Internist).

Was soll das Gejammer? 2 Stunden mehr die Woche, daß sind durchschn. 20 Minuten, die werden ja wohl noch drin sein. Zusätzlich haben wir noch durchschn. 29,1 Tage Urlaub + 12 Feiertage, damit liegen wir im weltweiten Vergleich an der Spitze (wenigstens mal in einer Disziplin).

Ich habe kürzlich in der Zeitung gelesen, daß 80 % (!) der Deutschen der Meinung sind, es muß Verzicht geübt werden, um D wieder nach vorn zu bringen... toll, aber nur 40 % sind bereit, selbst zu verzichten. Diese All-inclusive-Mentalität nervt: alles haben wollen, aber möglichst wenig selbst dafür leisten.

Ich persönlich (!) könnte gut und gern auf das Kindergeld (vielleicht, um dafür mal mehr Geld für KiTas und KiGas zur Verfügung zu haben) und die Familienversicherung (oh, was würde deren Abschaffung unserem maroden Gesundheitssystem bringen) verzichten, deren einkommensabhängige Deckelung, würde schon einiges bringen. Für entbehrbar halte ich z.B. auch die Wohnungsbauprämie, Arbeitnehmersparzulage und Eigenheimzulage.

Und zum Thema Dividenden, das weiter oben aufkam: eine anständige Dividendenrendite großer deutscher Unternehmen kann nur im Interesse aller sein: auf meine Dividendenerträge zahle ich nämlich Steuern und das ganz ordentlich... Von dem Kapital, das ausländische Investoren dadurch ins Land bringen mal ganz abgesehen.

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