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Geschrieben von Kömi am 09.07.2004, 9:01 Uhrzurück

50 Stunden Woche und eine Woche weniger Urlaub

Mehr arbeiten und weniger Urlaub: Warum wird den Leuten erzählt, es würde mehr Arbeitsplätze schaffen und auch die Konjunktur ankurbeln?

Wenn ich nicht mehr Geld bekomme, kann ich immer noch nicht mehr kaufen. Ergo: Konjunktur wird damit nicht angeheizt. Und die Frage aller Fragen: für wen oder was soll ich mehr arbeiten? Wenn ich nicht mehr kaufen kann, können es andere auch nicht, also für wen mehr produzieren?

Es geht natürlich darum, dass der Reallohn gesenkt wird, aber das spricht keiner aus. Ich würde mich mit weniger Geld zufrieden geben, aber seit dem Euro, ist selbst ein Salatkopf schon zum Luxus geworden. Und die Mieten sollen auch wieder steigen.

Mehr arbeiten, weniger Geld. Mein Kind hat immer weniger Chancen, seinen Papa zu sehen. Ich weiß dass es Leute gibt, die die Arbeit an erste Stelle stehen, aber wofür arbeite ich soviel, wenn das Leben an mir vorbeirauscht?

Ein Bekannter von uns war neulich auf der Beerdigung eines Arbeitskollegen; der war 36 Jahre alt, Herzinfarkt und hinterlässt ein kleines Kind. Als unser Bekannter am Grab stand, wurde ihm bewusst, das es keine Arbeit gibt, für die es wert ist, sich ins Grab zu schufften. Die Witwe und die Halbwaise werden es genau so sehen.

Dieser Ausverkauf der Menschen macht mir irgendwie Angst. Die Zukunftsaussichten sind so schrecklich schwarz geworden.

Wie seht ihr das?

Gruß Moni

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