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Geschrieben von Ulli* am 27.02.2013, 21:37 Uhrzurück

Re: Partnerschaft

Hallo,

ich habe gerade Deinen Beitrag gelesen und möchte Dir einfach kurz antworten.
Es tut mir sehr leid, dass Du hier z.T. recht unsensible Antworten bekommen hast, aber damit muß man in einem öffentlichen Forum leider wirklich rechnen.
Ich kenne diese Situation, die Du beschreibst. Es kann schrecklich weh tun, mit einem Partner zusammenzuleben, der sich emotional kalt verhält.
Mein Mann hatte auch mal eine Phase, in der er sich den Kindern und mir gegenüber so verhalten hat. Da war unser zweiter Sohn auch gerade ein paar Wochen alt. Ich wurde krank und lag mit Schüttelfrost auf der Couch. Mein Mann war darüber so sauer, dass er sich jetzt um die Kinder kümmern mußte (damals 2 und neun Wochen alt), dass er mich ignorierte und kein Wort mehr mit mir gesprochen hatte. Ich mußte mir selbst mit 40 C° eine Fahrgelegenheit zur Notfallpraxis (war WE) organisieren, dort stellte man eine Gebärmutterentzündung fest. Das ist nur eine von vielen Geschichten dieser Art aus der Zeit.
Hätte man mir damals geschrieben, ich soll meinen armen Mann doch in Ruhe lassen und mich mal ein bißchen zusammenreissen, ich wäre sehr erschüttert gewesen. Natürlich darf man von seinem Partner erwarten, dass er sich um einen kümmert, wenn es einem schlecht geht. Umgekehrt würde man das doch selbstverständlich auch tun, oder?
Sehr wahrscheinlich liegt es tatsächlich an totaler Überforderung. Deshalb schau, dass Du Dir Entlastung suchst, wenn Dein Mann nicht auffangen kann, dass es Dir schlecht geht. Vier Wochen nach der Entbindung kannst Du Dir sicher noch eine Haushaltshilfe verschreiben lassen. Gibt es Großeltern/ Nachbarn/ Freunde, die Dir das ältere Kind mal abnehmen können?
Bei meinem Mann hat übrigens erst ein Umdenken eingesetzt, als ich beschlossen hatte, ihn zu verlassen. Ich konnte und wollte nicht mehr neben meinem Partner emotional erfrieren. Das ist nun viele Jahre her. Die kurzzeitige Trennung brachte die Wende für uns. Seitdem hat sich mein Mann sehr zum positiven verändert. Er weiß mich und seine Kinder inzwischen einfach mehr zu schätzen.
Ich wünsche Dir, dass es bei Euch gar nicht so weit kommen muß. Viel Kraft und - kümmer Dich um Dich ! Hol Dir Hilfe, sorg für Entlastung, schau, was Du Dir Gutes tun kannst.

Alles Gute!
Ulli

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