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Geschrieben von murmeldrach2 am 10.01.2009, 14:31 Uhrzurück

Re: Kind vorbereiten

Mein Großer war bei der Geburt seiner Schwester 18 Monate alt. Vor der Geburt haben wir das Baby eher wenig thematisiert. Klar sagten wir ihm, dass da ein Baby im Bauch ist, und dass das "sein" Baby sein wird. Aber einen Namen konnten wir nicht sagen, weil das Geschlecht noch nicht bekannt war. Und er war sprachlich auch nicht so weit, dass wir mit Erklärungen viel erreichen konnten.

Also fanden wir uns einfach damit ab, dass er es nicht versteht. Mal ganz im Ernst: Klar ist es löblich, das erste Kind vorbereiten zu wollen. Aber realistisch ist diese Erwartung nicht. Wir Eltern selber wussten trotz unserer doch deutlich größeren Lebenserfahrung vor dem ersten Kind auch nicht wirklich, was da auf uns zukommt. Und für ein Kleinkind ist das erste Geschwisterkind halt auch das erste Kind.

Selbst wenn sie verstehen, dass ein Kind kommt, können sie sich nicht wirklich darauf vorbereiten, die Eltern zu teilen, Rücksicht zu nehmen, und von so einem winzigen Wesen verzaubert und geliebt zu werden. Das sind Dinge, die kann man eben erst begreifen, wenn sie passieren.

Als ich nach knapp einem Tag Abwesenheit aus dem KH zurück kam, habe ich ihm seine Schwester gezeigt und ihm gesagt, dass das sein Baby ist, auf das wir mit ihm zusammen aufpassen. Er durfte sie anfassen, und auch wenn er natürlich mit 18 Monaten noch etwas ungeschickt war, gab er sich große Mühe mit ihr. Streichelte sie, zog ihr die Spieluhr auf oder machte Unsinn für sie, wenn sie weinte, und genoss es, dass sie ihm ihre ganze Aufmerksamkeit schenkte. Die ersten Wochen schlief ich mit ihr in seinem Zimmer, weil er sie nicht aus den Augen lassen wollte ;-)

Sie ist jetzt im Januar drei geworden, und die beiden lieben sich heiß und innig. Auch wenn sie sich schnell mal streiten, hat es noch nie einen Moment gegeben, wo eins von beiden gewünscht hätte, das andere sei nicht da. Ihre Bindung untereinander ist genauso stark wie die Bindung zwischen Eltern und Kind.

Im Nachhinein bin ich froh, dass ich nicht versucht habe, meinem Sohn Verständnis beizubringen, sondern mich einfach auf seine Liebe verlassen habe.

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