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Geschrieben von 5Mädels? am 04.06.2005, 8:39 Uhrzurück

Chaos ist nicht gleich Chaos....sehr lang!

Es gibt da schon unterschiedliche Grade, nicht in jedem Fall kann man sagen ach lass doch, ist doch egal.

Ich kenne Mütter die irgendwann völlig den Überblick und die Kontrolle über den Haushalt verloren haben wo es dann wirklich "unter aller Sau" gewesen ist. Wo nicht mal eben dreckiges Geschirr rumgestanden hat und das Bad nicht geputzt oder die Wohnung nicht gesaugt war, sondern wo ganze Zimmer verschlossen wurden weil sich tonnenweise Dreckwäsche dort getürmt hat, so daß man gar nicht mehr drüber steigen konnte. Wo 20 Müllbeutel in der Küche standen weil sie halt leider nicht von alleine in die Tonne gekrochen sind, aus dem Beuteln selber kroch allerdings schon so manches raus... da kann man dann nicht mehr sagen ach laß doch, ist ja nicht so wichtig!

Prinzipiell würde ich empfehlen den Haushalt einfach entsprechend zu organisieren und Zeitfresser auszuradieren.

Was da z.B. Dinge sind die die Kinder ausräumen und durcheinander bringen können, was dann 20 x am Tag wieder langwierig einsortiert werden muß. Sowas gibts bei uns nicht mehr, ist alles außer Reichweite.

Oder Sachen die keinen festen Platz haben sondern von einer Stelle auf die andere geschoben werden, siehe Zeitungen die mal auf dem Tisch, dann auf dem Fensterbrett, dann auf dem Fernseher und was weiß ich was liegen. Alles unnötige Handgriffe. Rein holen, ankucken, wegwerfen, fertig.

Unnötigen Ballast aussortieren, das erleichtert das Ordnung halten ungemein. Und zwar ganz radikal, also nicht: vielleicht könnte ich das ja doch noch irgendwann mal brauchen oder so, was nicht benutzt wird kommt weg, ist sehr erleichternd.

Genügend Schränke als Stauraum haben so daß wirklich alle Gegenstände einen angestammten Platz haben. Wenn die Voraussetzungen geschaffen sind ist es nicht mehr schwer einen einigermaßen reibungslos funktionierenden Haushalt zu haben.

Ich mach nicht viel im Haushalt. Ein bis zwei Mal pro Woche saug ich überall durch, gelegentlich wird mal gewischt, oft aber auch nur z.B. Flecken vom Küchenboden mit einem Schwamm entfernt.

Dann hab ich etwa 5 - 7 Maschinen Wäsche, die wird früh morgens gewaschen, anschließend kommt sie in den Trockner und wird dann SOFORT zusammengelegt und weggeräumt, denn wenn sich da die Berge von 3 oder 4 Maschinen auftürmen wird das anfangen sehr schwer. Gebügelt wird nur das ALLERNÖTIGSTE, also nur was gar nicht anders geht. Ansonsten hilft es sehr die noch warme Wäsche anständig zusammenzulegen, da sind die meisten Falten schon raus. Und Kleinkindwäsche bügel ich von Haus aus nicht, das rentiert sich nicht.

Das Bad wird ein mal pro Woche geputzt, manchmal auch erst ein paar Tage später wenn ich keine Lust hab. Dann wird halt nur das Klo mal kurz abgewischt.

Fingertapser auf Spiegeln kann ich wochenlang "übersehen", ebenso eine mögliche Staubschicht auf den Schränken. Das sind Dinge die mach ich wenn die Kinder mal weg sind und mir langweilig ist. Ansonsten streßt mich das nicht.

Klar wird täglich gekocht und während dessen die Spülmaschine aus und eingeräumt, denn Geschirr türmt sich bei uns auch innerhalb eines Tages eine ganze Menge auf. Von Hand spülen tu ich nicht.

Die Küche möchte ich einigermaßen sauber haben, aber es muß nicht blitzen. Das heißt z.B. Flecken auf dem Tisch kann ich nicht haben, Schlieren an den Fenstern dagegen stören mich in keinster Weise.

Aufräumen muß ich eigentlich nicht viel, Kinderspielzeugs kommt in diverse Kisten die in verschiedenen Räumen stehen und wird da einfach ein bis zwei Mal an Tag reingeschmissen.

Im Wohnzimmer müssen morgens Decken zusammengelegt und Kissen wieder aufgestellt werden, aber das wars dann eigentlich auch schon.

Wenn man für alles einen Platz hat und alles nach Benutzen gleich wieder dorthin bringt muß man nicht viel aufräumen und spart sich ein paar Stunden am Tag.

Müll raus bringen und sortierten Müll in die Container bringen darf mein Mann.

Was gibts denn sonst schon viel zu tun? Ach ja, bei uns kommt Kind Nr. 5, die ersten 3 sind aber schon groß (10,12,14) denen muß ich nicht mehr mit dem Lappen hinterher rennen, das erleichtert die Sache auch. Dafür aber stellen die dann Ansprüche wie: Heut möchte ich mal kochen... und so ähnlich, entsprechend sieht dann die Küche aus.

Was wichtig ist wenn du keinen Weg mehr siehst, nimm dir ne Auszeit! Hört sich vielleicht komisch an, aber wenn du dir was gutes tust fühlst du dich gut und gehst viel gelassener an die Dinge ran, die gehen dann auch viel besser von der Hand. Letztendlich sparst du also noch Zeit wenn du dir gelegentlich ne Stunde oder zwei nur für dich nimmst.

Schon mal an ne Haushaltshilfe gedacht? Da reichen evtl. schon zwei Stunden die Woche und die gibts schon ab etwa 6 Euro/Stunde, das ist im Gegensatz zu deinen aufgewendeten Nerven wenns mal eben nicht klappt gar nicht viel. Ich bin übrigens auch grad am überlegen ob ich mir nicht ne Frau nehme, die das Saugen und wischen sowie Bad putzen einmal die Woche übernehmen kann. Gibt einem doch mehr Luft zum atmen und nimmt ein evtl auftretendes schlechtes Gewissen weil man nicht immer alles so hat wie man es gern hätte. Natürlich ist mir eine blitzende Bude auch lieber als eine staubige, ich hab nur keine Lust mich deshalb verrückt zu machen.

LG
Nicole

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