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Ohne
Schultüte geht gar nichts |
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Das ist klar. Aber ob Sie das gute Stück fertig kaufen oder selbst basten, bleibt
natürlich Ihnen überlassen. Das hängt schließlich auch von Ihrem Zeitbudget, Ihrem
Geschick und Ihrem Geldbeutel ab. Ein fertiges Prachtstück ist sicher toll und praktisch,
dafür meist nicht ganz billig. Viele Kindergärten bieten einen Termin zum gemeinsamen
Schultütenbasteln an. Durch die Sammelbestellung der Materialien wird die ganze Aktion
preisgünstiger - und Ihr Kind bekommt eine individuell gefertigte Tüte.
Tipp: Es gibt Anleitungshefte mit
Bastelvorschlägen für Schultüten. Falls sie nicht der Super-Basteltyp mit viel
Erfahrung sind, lassen Sie sich aber besser nicht auf allzu ehrgeizige Deko-Vorschläge
ein. Denken Sie auch daran, dass die fertige Tüte stabil und gut zu tragen sein sollte. |
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Was gehört
in die Schultüte? |
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Das ist Ansichtssache. Für die meisten Eltern (und selbstverständlich nach Ansicht aller
Kinder) darf ruhig etwas Süßes drin sein. In so eine Schultüte geht jedoch eine Menge
rein und wenn Sie sie bis zum Rand mit Süßkram füllen, ist es wirklich des Guten zu
viel. Mal abgesehen davon, dass die Sache ziemlich schwer wird. Außerdem ist es schöner,
wenn in der Tüte auch ein paar Überraschungen stecken: ein besonderes Spitzerdöschen,
glitzernde Aufkleber, ein paar Sammelkarten aus der aktuellen Trend-Serie, eine Packung
Stifte, ein hübsches Haarband, ein peppiger Schlüsselanhänger, ein kleiner Wecker für
den Hausaufgabenplatz oder vielleicht ein Buch für Leseanfänger.
Tipp: Wenn Sie alle Gegenstände hübsch
verpacken und die Süßigkeiten dazwischen verteilen, macht das Auspacken am meisten
Spaß. Stopfen Sie die Spitze der Tüte ruhig mit Papier aus oder legen Sie als unterste
Schicht ein etwas größeres Geschenk quer. Sonst kriegen Sie die Schultüte schier nicht
voll. |
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Filmen und
Fotografieren? Aber ja doch! |
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Vergessen Sie bei all der Aufregung am ersten Schultag bloß nicht, einen Fotoapparat
(oder eine Videokamera) mitzunehmen. Das Foto Ihres Kindes mit dem ersten Ranzen und der
Schultüte ist einfach ein Muss. Nicht nur Sie selbst, auch die Großeltern oder Paten
werden sich daran freuen. Viele Schulen geben sich große Mühe, die Neuen mit
einem kleinen Fest zu begrüßen. Vor lauter Aufregung verpassen die Erstklässler aber
häufig einiges davon. Da ist es schön, einige Wochen später anhand der Fotos oder
Videoaufnahmen alles noch einmal in Ruhe nachzuerleben.
Tipp: Wenn Sies ganz offiziell mögen,
machen Sie einen Termin beim Fotografen ab. Dann haben Sie garantiert ein Erinnerungsbild
in Profi-Qualität. Wenn Ihre Tochter oder Ihr Sohn allerdings zu den Kindern gehören,
die solche Aktionen grässlich finden, sollten Sie überlegen, obs die Sache wert
ist. Druck nach dem Motto, Nun lächel doch endlich mal!, ist für alle Teile
bloß stressig. |
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Und
nachmittags endlich etwas Ruhe... |
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So viele neue Gesichter, das neue Klassenzimmer, der ungewohnte Tagesablauf: Den Trubel
ihres ersten Schultages finden die meisten Kinder recht heftig. Planen Sie daher für den
Nachmittag lieber nichts Größeres ein. Dann kann Ihr Kind ungestört spielen und den
Inhalt seiner Schultüte bewundern, das tut ihm gut. Günstig ist es auch, wenn Ihr Sohn,
Ihre Tochter am Abend pünktlich ins Bett kommt: Von jetzt an ist pünktliches Aufstehen
ein Muss und Ihr Kind braucht ausreiched Schlaf. |
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Der
richtige Ranzen ist nicht nur Geschmacksache |
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Erstklässler tragen ihren neuen Ranzen immer voller Stolz. Aber nicht nur deshalb ist
große Sorgfalt beim Kauf so wichtig. Auf alle Fälle müssen Sie Ihr Kind mitnehmen.
Natürlich wird Ihre Tocher oder Ihr Sohn vor allem aufs Design schauen und sollte da auch
mitreden dürfen. Ihre Aufgabe ist es, auf alle anderen Details zu achten:
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Ist der Rahmen des Ranzens stabil?
Wie sieht die Innen-Aufteilung aus, welche Extrafächer gibt es, sind die gut zu erreichen
und zu öffnen? Feste, hochformatige Modelle sind für Schulanfänger häufig praktischer,
weil übersichtlich. Die coole Rucksackform eignet sich eher für etwas ältere
Schulkinder.
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Besonders wichtig ist, dass Sitz und Gewicht des
Ranzens stimmen. Er sollte nicht über die Schultern hinausragen oder Druck auf den
Lendenwirbelbereich ausüben. Die Gurte müssen breit, gut gepolstert und leicht
verstellbar sein, sie sollten so sitzen, dass sie die Schultern weder nach hinten noch
nach vorne ziehen. Eine körpergerecht geformte und/oder gepolsterte Rückwand ist
angenehm für den Rücken und verbessert den Sitz des Ranzens: Er sollte möglichst eng
anliegen. Und auf keinen Fall zu schwer sein. Die meisten Ranzen wiegen zwischen 900 und
1.500 Gramm. Je zierlicher Ihr Kind ist, desto leichter sollte das gewählte Modell sein,
denn die Faustregel heißt: Das Gewicht des vollen Ranzens sollte maximal zwölf Prozent
des kindlichen Körpergewichts entsprechen. Sonst leidet der Rücken.
Tipp: Gewöhnen Sie Ihr Kind von Anfang an
daran, abends mit Ihnen den Ranzen für den nächsten Tag zu packen. Das erleichtert den
morgendlichen Start und erspart Ihrem Schulkind unnötige Schlepperei. Was am jeweiligen
Tag nicht gebraucht wird, bleibt einfach daheim.
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Sicherheit
im Straßenverkehr wird gerade für Schulanfänger ganz groß geschrieben. Daher sollte
der Ranzen der DIN Norm 58 124 entsprechen.
Sie schreibt vor, dass der Ranzen zu jeder Tageszeit und bei jeder Witterung intensiv
leuchtet. Das bewirken fluoreszierende und reflektierende Spezialmaterialien auf den
Außen- und Seitenflächen des Ranzens. Die Leuchtkraft eines solchen modernen Ranzens
sorgt dafür, dass Ihr Kind von Autofahrern gut gesehen wird. |
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Ein gutes
Federmäppchen sorgt für Ordnung |
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Neben dem Ranzen steht ein Federmäppchen auf der Anschaffungsliste für den ersten
Schultag. Auch hier ist für die Kinder selbst natürlich vor allem das Aussehen
interessant: Die meisten mögens bunt und peppig. Kein Problem, lassen Sie Ihrem
Kind in diesem Pukt ruhig freie Hand.Worauf
Sie achten sollten ist die Form des Mäppchens. Für Erstklässler eignen sich am besten
stabile Modelle mit Gummischlaufen, die alle Stifte am Platz halten. So lernen die Kinder
leichter, wie man Ordnung schafft, die Stifte gehen nicht ganz so schnell kaputt und
außerdem lässt sich das Gesuchte leichter finden. Legere und weiche Mäppchen, in denen
alles lose rumfliegt sind zwar herrlich bequem und nehmen weniger Platz weg, aber sie
überfordern die Kleinen noch.
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Der erste
Arbeitsplatz braucht Familienanschluss |
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Mit der Einschulung beginnt auch die Hausaufgabenzeit. Viele Eltern schaffen dafür einen
Kinderschreibtisch samt Stuhl an. Günstig sind stabile und gut verstellbare Möbel (mit
TÜV/GS-Siegel), die mehrere Jahre lang mitwachsen. Sie können diese Investition aber
auch noch eine Weile hinausschieben: Im Kinderzimmer geht durch die Möbel Platz fürs
Spielen verloren. Und Ihr Kind darf seine Hausaufgaben vorerst ruhig noch am Ess- oder
Küchentisch machen, wenn es dort gut sitzen kann. In der ersten Klasse haben die
ABC-Schützen es meistens lieber, wenn sie beim Arbeiten in Mamas oder Papas Nähe sind.
Allerdings sollte es im Raum friedlich zugehen. Geschwisterlärm, lautes Radio- oder
Fernsehgedudel machen Konzentration schier unmöglich. |
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Auch der
Schulweg ist Übungssache. |
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Am besten gehen Sie ihn schon vor dem Schulstart gemeinsam mit Ihrem Kind immer wieder
entlang. Suchen Sie die sicherste Strecke aus und üben Sie das richtige Verhalten an
riskanten Punkten, etwa Ampeln oder Zebrastreifen. In den ersten Schulwochen brauchen die
meisten Kinder noch die Begleitung von Mama oder Papa. So ganz allmählich sollte es dann
aber alleine oder in einer Gruppe von Mitschülern klappen. Wenn Sie sicher sein können,
dass an kritischen Stellen Ampeln und/oder Schülerlotsen Dienst tun und Ihr Kind den Weg
kennt, ist es Zeit für mehr Selbstständigkeit.
Tipp: Wenn der Herbst kommt, sind gerade die
Morgende oft trüb und nebelig. Kaufen Sie Ihrem Kind für die dunkle Jahreszeit Jacken
und Stiefel mit Reflektorflächen. Oder ergänzen Sie dunkle Kleidungsstücke mit einem
Leuchtkragen zum Umhängen.
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Und nun
viel Spaß in der Schule, mein Schatz! |
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Natürlich ist die Schulzeit nicht nur rosig. Und vielleicht haben Sie selbst die eine
oder andere unangenehme Erinnerung an Ihre Schuljahre. Diese Gefühle können recht
lebendig werden, wenn Sie erstmals mit Ihrem Kind durch die Flure der Schule und ins
Klassenzimmer spazieren. Außerdem kommt dazu die verständliche Sorge, ob Ihre Tochter
oder Ihr Sohn alles gut packen wird, ob die Lehrerin nett ist und die Mitschüler
freundlich sind. Ihr Kind sollten Sie mit Ihren Vorbehalten aber nicht belasten. Je
gelassener es sein eigenes Schulleben beginnt, desto besser. Verkneifen Sie sich spitze
Bemerkungen über die Schulräume oder die Lehrer. Erzählen Sie Ihrem Kind nicht, dass jetzt eine schwierige oder strenge Zeit in
seinem Leben beginnt: Kinder sind neugierig, sie wollen lernen und freuen sich meistens
sehr auf die Schule. Sie sollten die Chance haben, ihre neue Aufgabe unbefangen und mit
Schwung anzugehen. |
Anne Malburg
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