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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Hexhex am 05.01.2006, 11:34 Uhr.

Re: Wenig Frust-Toleranz kommt vielleicht daher, dass... (Achtung, länger)

Hallo,

vielleicht hat Eure Tochter einen zu hohen Anspruch an sich selbst. Sie möchte alles immer sofort können und möglichst auch noch gleich perfekt (Malen, Basteln). Manchmal setzen sich Kinder hier deshalb zu sehr unter Druck, weil sie glauben, von ihren Eltern in erster Linie für Leistung anerkannt und geliebt zu werden. Bei mir und meiner Schwester war das als Kind ähnlich, wir waren immer ruckzuck frustriert, wenn Dinge nicht auf Anhieb klappten. Heute ist mir klar, dass es daran lag, dass unser Vater in erster Linie Lob für Leistung (Schule, aber auch schön gemalte Bilder, neuerworbene Fähigkeiten etc.) verteilt hat. Er hat viel seltener gelobt für andere Dinge (Fantasie, gute Ideen, gelungener Umgang mit Enttäuschungserlebnissen, z.B. Verlieren beim Spiel etc.). Liebe war immer mit Anerkennung verbunden, sie war nie bedingungslos oder einfach dafür, dass wir existierten, was ja eigentlich auch wunderbar genug ist - oder sein sollte.

Eltern müssen keine Rabeneltern sein, damit das so läuft: Sie finden es normal, ihr Kind zu loben, wenn es in der Schule etwas Neues gelernt oder ein besonder schönes Bild gemalt hat. Und übersehen dabei, dass das Kind dann irgendwann glaubt, es werde vor allem für solche Dinge geliebt. Ich finde, man muss sich als Eltern ganz bewusst immer wieder selbst dazu anhalten, dass man Kinder nicht auf diese Schiene bringt. Sie also auch täglich lobt für Dinge, die absolut nichts mit Leistung zu tun haben. Ihnen auch vermittelt, dass Schule nicht das Allerwichtigste im Leben ist, sondern nur eine wichtige Sache unter vielen.

Ich selbst achte sehr darauf, auch wenn es sicher nicht immer gelingt. Bestimmt wächst die Geduld Eurer Kleinen mit sich selbst, wenn Ihr ihr vorlebt, dass auch Ihr Geduld habt mit Eurem eigenen gelegentlichen Scheitern im Alltag oer Beruf. Und wenn Ihr Euch auch über Menschen, die auf den ersten Blick nicht Euren Anforderungen genügen und in ihrem ganzen Leben "gescheitert" zu sein scheinen, bewusst nicht mokiert oder sie verurteilt (z.B. abfällige Außerungen über Stadtstreicher, Nachbarn, bei denen es schlecht läuft etc.).

Wenn Eure Tochter spürt, dass Ihr Geduld mit Euch selbst und mit anderen habt und Euch ihre Fähigkeiten nicht mehr wert sind, als ihr liebenswerter Charakter, wird sie mit der Zeit auch mit sich selbst gelassener umgehen können. Probiert das doch mal bewusst aus, bei uns hilft das sehr gut. Es braucht aber Zeit, bis ein Kind die Veränderung spürt und gelassener wird. Bleibt also am Ball. Lobt sie immer, wenn sie es schafft, ohne Weinen etwas zu Ende zu bekommen.

Liebe Grüße,

Hexe

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