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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Hexhex am 16.01.2006, 10:17 Uhr.

Re: Übertriebener Leistungswille ...

Hallo,

oft ist es so, dass unsere Kinder uns durch ihren übertriebenen Leistungswillen zeigen, dass sie glauben, von uns Eltern in erster Linie für ihre Leistungen und ihr Können geliebt zu werden. Auch wenn Du das jetzt weit von Dir weist, deutet der übertriebene Eigendruck, den Dein Sohn auf sich ausübt, schon darauf hin. Leider passiert es uns Eltern in der heutigen Leistungsgesellschaft allzu leicht, dass wir ein Kind in erster Linie loben, wenn es etwas geschafft hat: Fürs Schwimmen lernen, Radfahren lernen, Schuhe zubinden können, Schreiben und Lesen lernen usw., ich schließe mich da selbst auch mit ein.
Dabei übersehen wir oft, dass wir es mindestens genauso oft loben sollten für die Dinge, die nix mit Können und seiner Leistung zu tun haben: Dafür, dass es freundlich zu einem anderen Kind war, geteilt hat, jemand anderem geholfen hat, heute besonders geduldig war, sich Mühe gegeben hat, einen Streit mit dem besten Freund zu vermeiden, nicht übers Essen gemeckert hat usw. Und wir versäumen, unserem Kind viel öfter zu zeigen, dass wir es schlicht und einfach deshalb wunderbar finden und ganz doll lieben, weil es DA ist.

Ihr könnt den übertriebenen Ehrgeiz Deines Sohnes nicht von jetzt auf gleich abstellen. Ihr könnt aber täglich bewusst und betont darauf achten, ihn sehr viel für Dinge zu loben, die rein gar nix mit der Schule und seinem Können zu tun haben. Man muss sich als Eltern immer wieder selbst dazu anhalten, das geht mir auch so. Man rutscht nämlich superleicht auf die Schiene, dass man in erster Linie stolz darauf ist, was das Kind alles schon kann - statt darauf, was es IST.

Das Verhalten Eures Sohnes ist einfach ein Signal, dass etwas hier zu einseitig geworden ist. Bei unserer Tochter ist das eine Zeitlang auch schon so gewesen: Sie hat direkt losgeheult, wenn sie etwas nicht auf Anhieb geschafft hat. Das hat uns die Augen für das Liebe-Leistungs-Problem geöffnet. Wenn Ihr das Signal annehmt und als Anlass nehmt, auch Euer eigenes Bild vom Leben etwas zu überdenken, dann könnt Ihr daraus etwas Gutes machen.

Zum Beispiel finde ich es auch wichtig, dass man seinem Kind vorlebebt, dass man selbst auch oft mal scheitert oder Dinge nicht auf Anhieb schafft. Dass man seinem Kind also zeigt, wie man damit umgeht, selbst Fehler zu machen. Dass man da geduldig mit sich selbst bleibt und den Fehler nicht besonders bewertet. Wichtig ist dabei auch, dass Eltern sich gegenseitig geduldig zeigen über die Fehler des anderen und ihm keine Vorwürfe machen (darauf sollten vor allem die Väter im Umgang mit ihrer Frau achten...).

Genaus wichtig finde ich, dass man auch in seinen Kommentaren über andere Menschen liebevoller wird. Ein Kind kriegt nämlich genau mit, wenn man z.B. über den Nachbarn lästert, der nix auf die Reihe kriegt, oder sich verächtlich über die faulen Penner äußert, die mit der Bierflasche auf der Straße stehen, weil sie im Leben total gescheitert sind usw. Wenn man auch hier vorsichtiger und liebevoller wird in seinen Äußerungen über Mitmenschen, fühlt das Kind, dass Leistung nicht alles im Leben ist.

Liebe Grüße,

Hexe

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