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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Bonnie am 12.01.2006, 15:45 Uhr.

Re: Tröst-Posting mit Tipps... (Achtung lang)

Hallo Andrea,

jap, da blutet einem als Mutter das Herz, das kenne ich auch. Meine Tochter (6) ist zurückhaltend und nicht sehr kontaktfreudig und kriegt daher auch eher wenige Einladungen. Zum Glück haben wir einen zuverlässigen Freundeskreis mit Eltern und Kindern in der Nachbarschaft, wo sie prima auftaut, und pflegen ein paar alte Krabbelgruppenfreundschaften, die bis heute halten. Dadurch kommen doch immerhin einige Einladungen zustande.

(Nicht nur) Damit sie auch sonst mehr Anschluss kriegt und auch mal eingeladen wird, werde ich jetzt mit ihr verstärkt an Aktivitäten mit vielen Kindern teilnehmen: Wir gehen demnächst im Kinderchor hier im Ort schnuppern, um zu gucken, ob das was für sie ist. Und im Sportverein schauen wir uns Jiu-Jutsu-Training für Mädchen an. Ich denke, es ist wichtig, dass die Kinder auch außerhalb der Schule möglichst viele Kontakte haben, auch wenn es nur lose sind - es muss ja nicht immer gleich eine dicke Freundschaft daraus werden. Hier und da wird sich dann auf lange Sicht sicher etwas ergeben.

Und: Wir laden zu jedem Geburtstag etwa acht bis zehn Kinder ein, darunter auch immer zwei oder drei Kinder, mit denen sie nur locker oder kaum befreundet ist (gelegentlich mal auf dem Schulhof spielt etc.). Es müssen nicht immer nur feste Freunde sein, die eingeladen werden. Auch hier erfolgen ja dann meist Gegeneinladungen, so dass etwas Schwung in die Sache kommt.

Vielleicht tröstet es Dich, dass sich sehr viele ältere Kinder mit stabilen, guten Freundschaften rückblickend eher als "Außenseiter" zu Grundschulzeiten betrachten, das ist eher normal als ein Einzelfall. Neulich hörte ich ein Gespräch von vier 15jährigen Mädchen, das genau dazu passt. Als eine sagte, sie sei irgendwie ein Außenseiter gewesen mit nicht vielen Einladungen etc., trauten sich plötzlich die anderen drei Mädchen auch zuzugeben, dass es bei ihnen genau dasselbe gewesen war. Wer nicht in einer bestimmten Siedlung wohnte, nicht ein bestimmets Hobby hatte, einer bestimmten Clique angehörte, wessen Eltern im Ort oder Stadtteil zugezogen waren, wer nicht bestimmte Klamotten bevorzugte oder wessen Eltern sichtlich sparen mussten etc., gehörte nicht dazu. Trotzdem finden auch und GERADE solche Kinder später besonders enge Freunde - weil sie nicht 08/15 sind, sondern Persönlichkeit haben.

Übrigens ist es wirklich meist so, dass einem als Mutter das Herz mehr weh tut, als dem Kind. Meine Tochter nimmt ihre Schüchternheit und ihren daher nur beschränkten Freundeskreis mit weitgehender Zufriedenheit und Gelassenheit hin. Manchmal kommen natürlich auch enttäuschte Bemerkungen, wie bei Deinem Sohn. Aber im Alltag beeinträchtigt sie das gar nicht. Man sollte seinen Kindern zutrauen, dass sie mit den Fährnissen des Lebens zurecht kommen. Und es ist nunmal so, dass wir sie vor dem Leben nicht beschützen können, was wir auch gar nicht müssen. Unsere Kids schaffen es prima, ihren Weg zu gehen, auch OHNE dass wir sie in Watte packen oder ihnen jede Enttäuschung ersparen wollen. Sie akzeptieren viel gleichmütiger als wir selbst, dass Enttäuschungen Bestandteil jedes Lebens sind - dass es aber immer wieder auch sehr schöne Dinge gibt.

Ob ein Mensch später glücklich und zufrieden sein wird oder nicht, hängt nicht von der Anzahl seiner Party-Einladungen in der Kindheit ab, und ob er immer in der beliebtesten Clique war. Sondern davon, ob er Eltern hatte, die ihn ernst nahmen, von denen er auch ohne große Leistungen geliebt wurde, einfach weil es ihn gibt, die seine Gefühle (auch die negativen) zuließen, bei denen er nicht in Samt gepackt, aber immer akzeptiert wurde usw. Wir Eltern entscheiden darüber, ob unser Kind als Erwachsener glücklich sein wird, alles anderes ist Nebensache.

Liebe Grüße,

Bonnie

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