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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von MiniMama am 15.11.2005, 9:25 Uhr.

Re: Schon mit 5 in die Schule, wer hat Erfahrungen?

Hallo Alex,

ich stecke da grade mittendrin, meine Tochter (05/00) wurde jetzt im September eingeschult.

Der Grund war zum einen wie bei Dir, wiel sie es unbedingt wollte. Bei ihr war es allerdings so, dass sie den Kiga nicht ausstehen konnte. Obwohl sie die Erzieherinnen mochte und auch viele Freunde hatte, fühlte sie sich dort total unwohl und zwar von Anfang an. Ihr war es zu laut, zu chaotisch, was weiß ich. Sie mochte es, wenn "organisierte" Spiele oder Bastelrunden gemacht wurden, aber das Freispiel hat sie komischerweise meistens genervt. zum Teil auch deswegen, weil sie ja sprachlich sehr weit war und sich darum mit ihren "Kollegen" nicht so gut unterhalten konnte. Am liebsten hätte sie daher den ganzen Vormittag mit den Erzieherinnen gequatscht, wofür aber die natürlich keine Zeit hatten.


Sie war und ist natürlich recht gescheit, sie verblüffte im Kiga schon früh vor allem mit ihren sprachlichen Fähigkeiten. Ansonsten aber nichts besonderes, sie konnte weder lesen noch schreiben (ausser kleinigkeiten wie ihren Namen und so), zählen (mit Fehlern) bis 100, rechnen mit den Fingern, das ABC aufsagen, das war's eigentlich schon.

Meine Umwelt war gespalten: der Kinderarzt war dafür, das würde sie locker schaffen, das wäre ein "gewonnenes Jahr" für sie. Die Kooperations-Lehrerin war dagegen. Bekannte und Verwandte 50:50, somit war die Umwelt auch keine große Hilfe. Einen Eignungstest der Schule hatte sie gut bestanden mit kleinen Schwächen in der Feinmotorik, aber ich bin bis heute nicht über Strichmännchen rausgekommen, somit denke ich das ist ihr mütterliches Erbe...... ;-)

Tja und wie läuft's nun?
Gemischt würde ich sagen.
Ich denke, ich würde wieder so entscheiden, aber ich hätte es mir einfacher vorgestellt. Da sie nicht nur sehr jung, sondern auch noch sehr klein und zart ist, hat sie schon zu kämpfen mit dem "halligalli" auf dem Schulhof und so.
Aber unser Vorteil war und ist, dass sie mit 5 Kiga-Freunden in eine Klasse kam, dass ich sie in die Schule bringen kann, ich geh sogar mit rauf bis vors Klassenzimmer, weil im Treppenhaus ein solches Chaos herrscht, dass einige der Kleinen zu kämpfen haben, dass sie nicht rücklings die Treppe runterstürzen (ist sogar kürzlich einer Mama beinahe passiert....!).

Und dann die nächste Schwierigkeit, die mir vorher nicht so klar war: anfangs wird jedes Problem dass die Kleine hat, ganz egal ob es ganz normal und zum üblichen Umstellungsprozess gehört, bei jedem Problem spürt man (oder meint zu spüren....?) die wissenden Blicke der Umwelt auf sich, die einem sagen "siehst Du, wir haben's Dir ja gleich gesagt."
Hat mir anfangs schon Probleme gemacht, vor allem weil man ja selbst oft noch sooo unsicher ist.

Inzwischen sind die Anfangsprobleme (wie morgendliche Tränen etc.) überstanden, sie geht fröhlich und guter Dinge in die Schule, sie macht die Hausaufgaben in der vorgegebenen Zeit (ca. 30 Min.), sie ist deutlich ausgeglichener als früher im Kiga, eigentlich alles ganz ok. Aaaaaber: sie mault schon wie die Großen über die Schule, sie schlampert ganz schön, sie tut sich noch mit dem Lesen schwer, etc. etc. Alles zwar ganz normal, aber ich denke wir Kann-Kind-Mamas haben doch oft das Gefühl allen anderen was beweisen zu müssen und denken darum, unsere Kids müssen besser als die anderen sein. Und das ist sie derzeit nunmal nicht.

Auch braucht sie sehr viel Unterstützung und Motivation von mir, sowohl bei den Hausaufgaben, als auch allgemein wenn sie dieses ich-kann-das-alles-nicht-weil-ich-die-Kleinste-bin-Gefühl bekommt.....

Insofern: es ist nicht einfach, aber das weisst Du eh schon. Und wie es dann in den höheren Klassen laufen wird, wo es Zeugnisse geben wird etc. etc. weiss ich auch noch nicht, aber da gibt es eben bei "normal" eingeschulten Kindern genauso Probleme. Aber ich denke diese Frage wird uns nie verlassen, dass ich und jeder andere bei jedem auftauchenden Problem darüber nachdenken wird ob das jetzt nicht doch noch von der Früh-Einschulung kommt.....

Ach ja, nochwas was möglicherweise noch zum Problem werden wird: da sie die jüngste ist und darüber hinaus eine kleine und hübsche "Prinzessin" ist, sind die größeren Mädchen ganz wild auf sie, sagen sie wäre so "süüüüüß", wollen sie ständig in den Arm oder an die Hand nehmen, streicheln sie wie eine Puppe etc. etc. Und das stinkt ihr natürlich gewaltig! Insofern denke ich, dass das evtl. auch immer ein Problem für sie sein wird: sie wird immer das Gefühl haben beweisen zu müssen, das sie auch zu den Großen gehört, dass sie genau so gut und genau so weit wie die anderen ist, dass sie nicht das "Klassen-Maskottchen" ist sondern eine Erstklässlerin die für voll genommen werden will, wie jedes andere Kind auch. Ich denke es kann eine Chance für sie sein, sich da durchzusetzen, aber einfach wird es sicher nicht.


Und was das "Kindheit nehmen" angeht, dieses Argument finde ich völlig überflüssig: denn wenn ein Kind sich im Kiga wohl fühlt, gerne noch spielt etc. etc., wäre es ja wirklich völlig bescheuert, es in die Schule zu geben. Wenn meine Kleine gerne in den Kiga gegangen wäre, hätte ich nicht mal darüber nachgedacht.

Wenn ein Kind sich dort aber nicht wohl fühlt, was soll ich ihm denn da wegnehmen?
Und ausserdem muss ich sagen wird bei uns in der Schule so viel noch auf spielerischem Wege gemacht, dass ich sagen muss, unterrichtsmäßig ist der Unterschied zum Kiga nun auch nicht soooo gewaltig. Das drumrum (Pausenhof, Treppenhaus, Toiletten etc.) ist aber natürlich schon was völlig anderes.

Keine Ahnung ob Dir dieser Erfahrungsbericht nun weitergeholfen hat....?


Gruß
minimama

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