Rund ums Baby

  Expertenforen
  Foren
  Treffpunkte
  Community
  Mein RuB
  Testteam
  Videos
  Suche / Biete

Vornamen
Geburt
Stillen
Babypflege
Ernährung Milch
Ernährung Beikost
Kinderernährung
Entwicklung
Vorsorge
Kindergesundheit
Unverträglichkeiten
Allergien
Neurodermitis
Frauengesundheit
Wellness
Mein Haushalt
Kochen
Reisen
Familie
Tests
Finanzen
Spielen
Flohmarkt
Gewinnspiele
Infos und Proben
 
Postfach
 
 
Schulranzen & Co - alles für den Schulstart
 
1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Hexhex am 23.09.2010, 10:47 Uhr.

Re: Probleme mit Autorität... (Achtung, lang)

Hallo,

bei Deinem Sohn fehlt momentan einfach noch die Erfahrung, dass eine Gruppe nur dann funktioniert, wenn alle ihre Mitglieder sich an bestimmte Regeln halten. Viele Gruppen haben überdies eine Autoritätsperson, die diese Regeln aufstellt und die Einhaltung durchsetzt. Bei Kindern sind das die Lehrer, bei Erwachsenen ist es der Chef, der Vereinsvorsitzende, der Sporttrainer usw., usw. Dein Sohn hat noch nicht verinnerlicht, dass auch die Klassengemeinschaft nicht funktioniert, wenn jedes Kind jede Regel ständig in Frage stellt und die Autorität der Lehrerin missachtet. Da steckt natürlich auch ein bissel kindliche Egozentrik drin, die ja normal ist und dazu führt, dass die Bedürfnisse anderer noch nicht so recht wahrgenommen werden.

Ich finde das Verhalten Deines Sohnes nicht dramatisch. Ich bin der Meinung, dass in der Schule die Lehrerin dafür zuständig ist, dass er sich mit der Zeit etwas besser in die Klassenstruktur einfügt und sich als Schüler und Schülern empfindet, nicht so sehr als Einzelkämpfer. Du kannst hier von zu Hause aus nicht viel machen. Ermahnungen haben ja kaum Fernwirkung bis in die Schule. Die Lehrerin ist im Unterricht anwesend, Du nicht. Sie als Pädagogin ist daher für den Ablauf des Unterrichts zuständig, nicht Du. Du kannst Dich ja schlecht neben Deinen Sohn setzen und ihn ermahnen.
Ich würde der Lehrerin daher auch den Ball zurückspielen und fragen, wie sie das Problem lösen wird und welche Maßnahmen ihr dafür geeignet erscheinen.

Was Du und Dein Mann zusätzlich tun könnten: Ein wenig zu schauen, woher das Bedürfnis Eures Sohnes nach einer Sonderstellung inh. der Klasse kommt (solche Diskussionen mit der Lehrerin sind ja immer auch eine Form von Selbst-Inszenierungen und eine Art Auftritt). Manchmal ist es so, dass auch der Vater als Kind bereits ähnlich war - oder auch heute Probleme mit Autoritäten hat und leicht mit ihnen aneckt ("Ich lass mir nix gefallen"- Mentalität).

Manchmal aber - so war es bei Freunden von uns - vermitteln Eltern auch unbewusste Botschaften, die das Kind in seinem Verhalten dann ausagiert. Eine solche Botschaft kann sein: "Wir sagen es zwar nicht, aber eigentlich sind wir nicht ganz un-stolz darauf, dass Du so einen eigenen Kopf hast, Dich nicht gern beugst, den Mund aufmachst." Solche unterschwelligen Botschaften sind oft stärker als jede Ermahnung. Bei meiner Freundin war es so, dass der Mann selbst als Kind ungebärdig war und es nicht ungern gesehen hat, dass sein Sohn ähnlich war. Erst eine Erziehungsberatung - weil das auffällige Verhalten des Sohnes in der Schule nicht besser wurde - brauchte diesen Mechanismus ans Licht.

Das sind nur so ein paar Gedanken, vielleicht bringen sie ja weiter.

LG

SchularbeitenLesen Sie auch zu diesem Thema:  Schularbeiten - so sieht der ideale Arbeitsplatz aus
Beitrag beantworten
Zurück ins Forum
Postfach Mein Postfach 
  Unten der Beitrag und die bisherigen Antworten. Sie befinden sich in dem Beitrag mit dem grünen Pfeil.

    Die letzten 10 Beiträge im 1. Schuljahr - Elternforum  
Impressum
Nutzungsbedingungen
Datenschutz
Forenarchiv
 
© 1998-2016 USMedia