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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von KH am 09.07.2007, 15:16 Uhr.

Ich habe mich schon eingekriegt, aber offenbar du nicht. (Achtung lang, mit vielen Fragen)

Ehrlich gesagt, ich habe mich nicht mal aufgeregt, sondern dich auf deine Begrifflichkeit hingewisen. Fakt ist, dass SCHULREIFE (verzeih mein Fehler nicht in Pädagogik sondern in Didaktik, oder vielleicht auch Schulpädagogik oder Psychologie???)) ein veralteter Begriff ist, ein veraltetes Konzept, hinter dem damls stand: die Kinder kommen später zur Schule, inzwischen reifen sie von selber nach - man braucht nichts dazu zu tun. Man spricht inzwischen von schulfähig, ich glaube nicht, dass das von Bundesland zu Bundesland unterschiedlich ist.. Ich habe nie abgestritten, dass dazu auch eine emtoionale Komponente gehört, allerdings glaube ich wiederum nicht, dass wir die aus der Ferne aufgrund eines Postings beurteilen können, ohne das Kind zu kennen. (Noch viel weniger, da es ja auch die Eltern deiner Aussage nach nicht können.) MIR ging es darum, delfie nicht noch mehr zu verunsichern, sondern sie zu beruhigen, wie ich es ja auch in einem separaten posting versucht habe. Bei deinem Posting habe ich eine Tendenz zur Verunsicherung rausgelesen, nach dem Motto: "Wie kannst du nur dein Kind jetzt schon in die Schule tun? Lass es bleiben!", was so die Verunsicherung nur erhöht. Dir habe ich auf dein Posting geantwort, weil ich den Eindruck habe, dass du ein absoluter Gegner der frühen Einschulung bist. Und damit habe ich genauso meine Probleme wie bei einem absoluten Befürworter. Jedes Kind ist unterschiedlich. Und wo ein Kind am besten gefördert werden kann, das maße ich mir nicht an, aufgrund eines kurzen Postings zu entscheiden, da muss ich schon mehr dazu wissen. Delfie hat nichts dazu geschrieben, dass sich irgendjemand skeptisch zur Einschulung geäußert hätte, weder Erzieher noch Lehrkraft.
Ist es denn so wichtig in der Schule zu wissen, warum ein Kind zu weinen aufhört? Was haben jetzt damit Einsicht oder Resignation zu tun? In gewisser Weise gehört Schule nunmal zu den Pflichten. Ist das jetzt Resignation, wenn ein Kind das akzeptiert oder Einsicht? soll ich jetzt davon ausgehen, dass meine Heuler resigniert haben, soll ich ein Fünfjähriges sofort ausschulen, wenn es am ersten Schultag weint? Und was mach ich dann mit dem 7-Jährigen?
achja, was die Klassengrößen angeht: Da habe ich für die soziale und emotionale Entwicklung ja auch die Klassenkameraden, die oft bessere "Lehrer" sind als ich, die sich dann um andere kümmern, von denen etwas abgeschaut werden kann. Soziales Lernen nennt man das - für beide Seiten. Ja, und auch die nichtweinenden Kinder profitieren davon: Sie merken nämlich, dass nicht alle Kinder gleich sind, dass jedes Kind Stärken und Schwächen hat, Verständnis, Toleranz, Einfühlungsvermögen können sie hier beweisen und trainieren.
Was meinst du jetzt mit psychisch-emotionaler EntwicklungsSTUFE? Eriksson (Schreibt der sich so?) oder ein anderes Modell? Vielleicht sehen viele Eltern die emotionale Komponente auch nicht, weil ihnen der Vergleich fehlt, bzw. weil sie ja gar nicht wirklich wissen, wie sich ihr Kind in einer Kindergruppe ohne sie verhält. Und von außen ist das schwer zu beurteilen. Beispiel: Mein Kinderarzt "diagnostizierte" bei meiner Tochter mal "soziale Ängstlichkeit im Kindesalter". Als ich das der Erzieherin im KiGa erzählte, lachte die nur. Und so kommt mir manchmal dieses Forum vor: aufgrund eines Statements werden, ohne die genauen Hintergründe zu kennen, Ratschläge erteilt, die von weitreichender Bedeutung sind. "Dein Kind ist viel zu jung zum Einschulen." (Ich habe jetzt allerdings dein altes Posting nicht mehr gelesen, vielleicht habe ich es falsch im Hinterkopf). Wie gesagt, ich bin jetzt nicht dafür, alle 5-Jährigen einzuschulen, sondern es muss nach wie vor bei jedem Kind geschaut werden, ist es schulFÄHIG oder nicht? Und falls nein, dann muss überlegt werden: Wie kann ich die vorhandenen Defizite konkret fördern, damit es in einem Jahr soweit ist? Aber einfach nur ein Jahr warten, v.a. wenn es die kognitiven Fähigkeiten hat, bringt meiner Meinung nach nicht wirklich etwas. Wie fördere ich also ein Kind psychisch-emotional? Das ist die große Frage, doch dazu hast du auch keine überzeugende Antwort geliefert, (falls es überhaupt eine solche gibt). Fördere ich ein Kind, das sich auf die Schule freut emotional, wenn ich ihm sage, "du darfst aber noch nicht, du bist noch zu klein"? Wie schaut DEINE Pflege und Unterstützung beim "Reifen" in emotionaler und psychischer Hinsicht aus?
Du merkst, Schulfähigkeit ist ein weites Feld, man könnte stundenlang darüber diskutieren. Und nichts macht Eltern so unsicher, wie der Schulanfang des Kindes. Wird es mein Kind schaffen? Wird es sich wohlfühlen in der Schule? Findet es Freunde? Schafft es den Stoff? Kann es mal aufs Gymnasium gehen? Die Eltern brauchen auch mal Vertrauen in die eigene Urteilsfähigkeit. Das versuche ich "MEINEN" Eltern mitzugeben. Drum darf ein Kind bei mir auch weinen. Und wenn es aufhört, dann freu ich mich mit dem Kind und stelle mir nicht die bange Frage, ob das Kind resigniert hat. Dann kann ich nämlich leider auch nichts tun. Ich versuche "meine" Kinder zu bestärken darin, dass sie das jetzt ja geschafft haben.
Achja, in welche Kategorie gehört bei dir, wenn ein Kind "vergisst2 zu weinen, weil es vom Unterricht o.ä. abgelenkt wird? Einsicht würde ich das nicht nennen. Resignation passt m.E. auch nicht ganz.
Grüße
PS Ich hoffe, du antwortest genauso ausführlich.

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