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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Svenni am 11.03.2008, 7:02 Uhr.

Re: Frueh einschulen?

Hallo Cristina!
Meine Tochter wurde im August 2007 mit 5 Jahren und 8 Monaten eingeschult. Sie war auch kognitiv sehr weit, allerdings nicht so herausragend wie dein Sohn, sondern einfach genauso weit, wie die meisten anderen Erstklässler; also ein großes Interesse an Zahlen (rechnete bis 20 damals), an Buchstaben (kannte alle großen Buchstaben, fing an, diese zusammenzuziehen) etc. Sie war vor allen Dingen furchtbar gelangweilt im Kindergarten und fing an, Unsinn zu machen, wurde immer unruhiger/zappeliger/aufmüpfiger, biss sich die Nägel ganz dolle ab und zerknabberte sich die Unterlippe...kurzum, aus Sicht unseres Kunderarztes konnten dies Anzeichen für eine Unterforderung sein. Der Direktor der Schule war nach einem Test derselben Meinung und deswegen schulten wir sie ein. Am Anfang war alles ganz toll und leicht, da ja auch fast alle ihre Freundinnen mit ihr in einer Klasse waren. Doch bald wurden die Unterschiede zu den ältern Kindern sichtbar: Sie konnten Schreibaufträge z.B. einfach wesentlich schneller erledigen. Auch Sportzeug unter Zeitdruck schnell an- und auszuziehen, Tasche packen, Jacke an den Haken hängen, alle notwendigen Bögen mit nach Hause nehmen...alles schwierig für meinen kleinen Träumer. Schon das Stuhl in den Stuhlkreis stellen bereitete ihr Probleme, ebenso das Toilettenpapier mit vom Vorraum der Toiletten mit in die Toilette hineinzunehmen und ähnliches. Viele Dinge hat sie auch eigentlich sehr gut gemacht - eben ihrem Alter entsprechend - und sie fiel nur im Vergleich zu den oft schon 7 Jährigen auf.
Ich will Dir damit deutlich machen, wie enorm wichtig die soziale / emotionale Entwicklung der Kinder ist.
Zu allem Überfluß fällt meine Tochter durch einen sehr hohen Anspruch an sich selbst aus; das zeigt sich beispielesweise daran, dass sie sich am stärksten Jungen der Klasse orientiert (dieser springt gerade in die dritte Klasse...) - sie bürdet sich dadurch zuviel auf. Den Stoff in der Schule schafft sie oft nicht in der vorgegebenen Zeit; also arbeitet sie ihn zuhause nach (was sie nicht müsste) und macht zusätzlich Hausaufgaben. So sitzt sie dann durchaus mal 2 Stunden. Unsere Klasse hat jedoch eine flexible Eingangsphase, beziehungsweise bekommt sie im Sommer: Die Klasse (derzeit 20 Kinder) wird in zwei Hälften getrennt und es kommen je 10 Erstklässler dazu. Meine Tochter könnte problemlos ein Jahr länger in der Klasse bleiben.
Nun die Überraschung: Laut den Lehrkräften hat sich alles verbessert seit ungefähr 2 Monaten (da wurde sie 6 Jahre alt). Sie ist schneller, fröhlicher, erzählt mal was, ist kaum noch gestresst. Im Gegensatz zu vielen anderen Kindern liest sie schon ziemlich schnell und vor allem sinnentnehmend, was ihr die Leseaufträge leicht macht. Sie wird nach Meinung der Lehrerinnen ganz normal nach insgesamt 2 Jahren in die dritte Klasse gehen; sie steht derzeit vom Leistungsstand her sogar an der Spitze!
Meine Tochter hat nie die Erfahrung machen müssen, dass die andern Kinder sie wegen ihres Alters geärgert haben. jedoch war es ihr selbst sehr "peinlich" (O-Ton) und sie hatte eine Zeitlang das Gefühl, dass sie sich besonders angepasst verhalten muss, da sie eigentlich noch gar nicht da sein durfte...
ich würde mir wegen seiner schüchternen Art nicht soviele Sorgen machen (schüchtern sind so viele Kinder), mehr wegen seines Verträumtseins. Wie ist es mit seinem Tempo? Zieht er sich alleine an/aus, kommt er mit zum Bsp. duschen alleine klar (meine Tochter hatte im ersten Halbjahr schwimmen)...
Schulst Du Dein kognitiv sehr weites, sozial/emotional aber altersgerecht entwickeltes Kind früh ein, kann es eine harte Zeit werden. Vielleicht aber lohnt es sich, so wie es bei uns nun anscheinend der Fall ist. Es ist und bleibt eine Gewissensentscheidung, mit der man wohl selten 100%ig zufrieden sein wird.
Viel Glück!
LG Svenni

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