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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Franz Josef Neffe am 15.10.2013, 13:56 Uhr.

Re: "Freies" Schreiben - Unfug ?

Als junger Lehrer hatte ich Martin in der 4.Klasse: stets Note 6 in Deutsch, eine Klasse deswegen wiederholt, im Diktakt Lückjentexte, in Aufsatz aus dem Lesebuch abschreiben. Ausbildung zum Deutschversager.
Ich ließ ihn Diktat und Aufsatz schreiben: 80 RS-Fehler, 2 1/2 Seiten, die ich nicht verstand, die er mir aber flüssig vorlesen konnte.
Trotz, ja, gegen Schule hatte er ein eigenes, funktionierendes Schreibsystem entwickelt. So eine Art "phonetisch-bairisches Schreiben.
Eine Leistung, zu der wohl bkeine/r meiner KollegInnen imstande gewesen wäre. Und dafür, wie gesagt, Ausbildung als Versager.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer warne ich vor dem Unfug, die Kinder zwei Jahre lang einfach schreiben zu lassen und ihnen jegliche Orientierung dabei zu verwehren.
Was da als "freies" Schreiben praktiziert wird, ist eine Hochform der Unfreiheit und eine künstlich konstruierte Scheinwirklichkeit.
Man lässt ja Kinder auch nicht die ersten zwei Jahre einfach mit Zündhölzern und Feuerzeugen alles machen und lügt sie, wenn das Haus schon brennt, an, das sei alles ok.
Als Ich-kann-Schule-Lehrer zeigen mir solch primitive Schablonen das primitive Niveau einer Pädagogik, die schon lange keine Pädagogik mehr ist. Da sie aber hoheitlich vollzogen wird, reagieren alle noch nach den alten, vererbten Mustern aus den Zeiten der Leibeigenschaft und machen jeden Unfug mit.
ANGST muss man sich aber dennoch nicht machen lassen. Es genügt, wenn jedes Kind wenigstens einen Menschen hat, der ihm ehrlich sagt, wie das ist, was es tut / schreibt.
Man muss dafür nicht in die Konfrontation mit den Lehrplanvollzugs beamten treten; es genügt, mit seinem Kind zu reflektieren, warum jeder Mensch tut, was er tut,
Es ist wohl heute wie eh und je, dass man nicht durch sondern trotz Schule richtig lesen & schreiben lernen kann.
Guten Erfolg!
Franz Josef Neffe

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