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1. Schuljahr - Elternforum 1. Schuljahr - Elternforum
Geschrieben von Franz Josef Neffe am 31.05.2009, 18:32 Uhr.

Die Ich-kann-Schule ist einfach ein Umgang mit den Talenten auf einer höheren Ebene

Vor 35 Jahren ist mir aufgefallen, dass man in die Schule gehen MUSS und sie schwänzen KANN. Seither überlege ich mir bei jedem praktischen Beispiel neu, was das bedeutet und welches Potential da drinsteckt. Müssen engt ja ein; wenn ich ganz eingeengt bin, ist es mit dem Leben vorbei, MÜSSEN bedeutet also in letzter Konsequenz Tod. Wer erträgt es schon, durch Unterrichtung dauernd in Richtung Tod geschoben zu werden? Da muss doch der Überlebenstrieb dagegen aktiv werden!
Je mehr ich KANN, desto mehr Freiraum und Spielraum gewinne ich, desto mehr LEBEN wird quantitativ wie qualitativ möglich. Schule ist also - auch wenn alle blind dafür sein sollten - immer eine Sache auf Tod und Leben. Das sollten wir nach Erfurt, Bonlanden, Winnenden und dem, was noch folgen wird, langsam begreifen.
Für LERNEN sind die komischen Gebäude, die wir völlig irreführend SCHULEN nennen, a) überflüssig und b) meist nur ein Hindernis. Das kann man - so man will - ohne weiteres konkret untersuchen. Das WORT LERNEN bedeutet „eine Fährte verfolgen, Erfahrungen sammeln“; genau das verhindert die tägliche Unterrichtung, die letzten Endes auf Mitmachen, Sicheinfügen, Sichunterwerfen hinausläuft und so primitiv den echten Lernprozess sowie den noch viel wichtigeren Persönlichkeitswachstumsprozess vereitelt.
Wenn Du exakt beobachtest, findest Du a) eine breit und lahm etablierte staatliche „Schule“, die de facto eine Unterrichts- und Lehrplanvollzugsanstalt ist; sie macht sich damit wichtig, die HERRSCHENDE Wissenschaft zu vertreten. Nun, wie kann die herrschende (päd.) Wissenschaft herrschen? Ich würde sagen, dass sie keinen blassen Schimmer hat, wie das geht; sie herrscht praktisch nur, weil sich ihr alle in vorauseilendem Gehorsam zur Verfügung stellen, ganz egal wie dumm die Vorgaben auch sein mögen. Es ist um keinen Deut besser als im Frondienst zu Zeiten der Leibeigenschaft. Als Ich-kann-Schule-Lehrer sage ich: „Was du beherrschen willst, musst du erst einmal bedienen lernen.“ , aber mit dem Dienen haben es die Leute nicht, die nicht(s) können.
Um DIE BESTE DU-MUSST-SCHULE geht der ewige Kampf aller Schulemacher, die nicht verstanden haben, worum es im Leben geht. Sie bauen anders, sie schreiben anders, sie turnen anders, sie ziehen sich anders an, sie haben andere Türschilder usw.usw.usw. und dadurch will einer immer besser als der andere sein. Niveau unreifer Kinder würden wir von der Du-musst-Schule geprägten Erwachsenen das ggf. nennen, ich nenne es aber das Niveau unreifer Erwachsener, denn Kinder sind nicht so unreif. Wenn der Mensch auf die Welt = in die Materie kommt, kommt er aus dem Geist; erst nach und nach wird er Wege geführt, in denen er stecken bleiben muss und sich irgendwann total verrannt wieder findet. Kinder sind noch reich an GEIST = geistreich.
Kinder lernen, ehe sie in Unterrichtsvollzugsanstalten gegen sich selbst vorzugehen dressiert werden, leicht und gut und organisch und kraftvoll IN IHRER ICH-KANN-SCHULE. Sie Lernen zum Beispiel so ganz natürlich und wirklich fantastischen von vollkommenen pädagogischen Laien: den Müttern, ihre MUTTERSPRACHE. Wenn ich sagen würde, Deutsch sei meine Lehrersprache, würde mich jeder auslachen. Ich finde deshalb, dass diese fantastische Leistung der Mütter Achtung und Würdigung verdient.
Nun, die Kinder, so sagte ich, lernen in ihrer Ich-kann-Schule. Die Ich-kann-Schule ist die Schule, die jeder Mensch ein Leben lang IN sich spazierenträgt und in der er tatsächlich ALLES LERNEN KANN. Sie steht ihm jederzeit und überall für alles zur freien Verfügung. Wir müssten nur Gebrauch von diesem unbezahlbaren Schatz machen. Stattdessen werden wir von klein auf davon abgelenkt. Ein Schelm, wer sich Böses dabei denkt!?
Um Lesen zu lernen brauche ich vielleicht eine alte Zeitung, um Schreiben zu lernen ein Blatt Papier und einen Stift, fürs Rechnen ebenso und noch die Finger dazu und die Knöpfe an der Jacke oder die Laternen am Straßenrand zum Zählen. LERNEN = SEINEN WEG GEHEN. In den perversen Anstalten, die wir als „Schulen“ konstruiert haben, muss man immer einen anderen Weg als den eigenen Weg gehen und das ist wahrhaft vernichtend. Wir müssen nämlich am Ende unseres Lebens an UNSEREM ZIEL ankommen, sonst war das ganze Leben sinnlos. Darum bezeichne ich es als „vernichtend“ wenn wir Kinder aufgrund von Unterrichtsvollzugsplänen unablässig auf Wege schicken, die nicht die ihren sind. Das kann die fürs Leben zuständige Instanz im Kind auch nicht zulassen und sie arbeitet daher LEBENSWICHTIG ständig gegen diese vernichtende Beglückung. Da diese „Du-musst-Schule“ ständig das Leben als Gegner behandelt, misslingt ihr auch so gut wie alles. Weil sie sich vor echter Selbstreflexion drückt wie der Teufel vor dem Weihwasser, bleibt ihr nur der Trick, die Leute mit immer noch mehr faulem Hokuspokus von ihrem vernichtenden Unvermögen abzulenken. Sie braucht die „herrschende Wissenschaft“ und die Amtsgewalt, um all den Unsinn durchzudrücken, der sich in der Praxis täglich als verkehrt und oft genug als zerstörerisch erweist.
Es ist doch ganz einfach: Wenn das Problem durch Pädagogik größer wird, ist die Pädagogik verkehrt. Und wenn die Vitalfunktionen besser werden und das Kind sich aufrichtet und wirklich Lust hat, der Pädagogik auf einem interessanten Weg zu folgen, dann ist die Pädagogik OK. Als Ich-kann-Schule-Lehrer sage ich: „Wenn s schwer geht, was du machst, ist das ein hervorragendes zeichen dafür, dass es ANDERS leichter geht.“ Und dann müssen wir aufhören, die Pädagogik, die versagt hat, mit allen Mitteln durchdrücken zu wollen. Nicht die Kindern müssen wir dauernd mit „Förderung“ plattwalzen, wir klugen Erwachsenen müssen erst einmal selber vormachen lernen, wie es geht. Wenn uns unser eigener Erfolg begeistert, dann können wir auch andere damit begeistern. Und solange wir das nicht können, tun wir gut daran, mit den Kindern die Rollen zu tauschen und sie Lehrer sein zu lassen.
Du siehst, Ich-kann-Schule ist überall möglich, wo sich jemand der Entdeckung seiner geistigen Wirklichkeit zuwendet, und dann hört es mit dem Entdecken gar nicht mehr auf. Mit seinen geistigen und seelischen Potentialen kann jeder Mensch ÜBER dem stehen und agieren, womit sich gewöhnlich alle abquälen. Ich wünsche allen mit sich selbst und ihrer Ich-kann-Schule wirklich umwerfende Erfolge.
Franz Josef Neffe

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